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Mit starken Partnerschaften zum Erfolg

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Die Pandemie hat Verwaltung und Schule aus ihrem analogen Dornröschenschlaf gerissen. Obwohl sich bereits eine große Zahl von Bürger*innen vor Corona mehr digitale Behördenangebote gewünscht hatten, musste vielerorts improvisiert werden. Auch wenn Hard- und Software ausreichend zur Verfügung standen, blieb die unzureichende Breitbandkapazität eine ständige Bedrohung. Vorgänge können zum Teil nicht ohne Medienbrüche erledigt werden. Das Faxgerät ist vielerorts noch Verwaltungswirklichkeit. Das Gleiche gilt für den Online-Unterricht der Schulen. Und auch Präsenz-Unterricht nach Corona braucht den Zugriff auf ein starkes Internet. Alles andere ist zeitaufwändig, bindet Kapazitäten, ist ineffizient und nicht nachhaltig. Intelligente Konzepte, ausgereifte verfügbare Hardware und Software sowie ein leistungsstarkes, flächendeckendes Glasfasernetz sind die technischen Voraussetzungen, damit der digitale Staat Wirklichkeit werden kann.

Der erste Schritt zur digitalen Moderne wird mit der neuen Regierungskoalition eingeleitet: Sie setzt wie gehofft auf Glasfaser, um Deutschland voranzubringen. Und auch wenn Übergangstechnologien noch eine Zeitlang ihren Beitrag zur Gigabit-Versorgung leisten werden – die großen wirtschaftlichen, gesellschaftlichen und ökologischen Themen erfordern eine leistungsstarke Telekommunikationsinfrastruktur mit Glasfaser vor Ort. Hier liegen Anforderungen und gleichzeitig Chancen für Stadtwerke und kommunale Versorgungsunternehmen. Performante Telekommunikationsleistungen stoßen auf einen riesigen, weiterwachsenden Bedarf sowohl bei Bürger*innen als auch bei Unternehmen.

Auf dem Weg vom Stadtwerk zum „Carrierwerk“ sind verlässliche Kooperationen – mit Beratungen, Technologiepartnern oder Serviceanbietern – Voraussetzung für den schnellen Markteintritt und somit den Erfolg. Denn am Ende des Tages muss sich die Netzinvestition rechnen. Die Aufgaben sind groß und verlangen vielfältige Kompetenzen und Zusammenarbeit. Dies gilt auch für das „Neue Normal“, das mobile Arbeiten im Homeoffice. Up- und Download-Zahlen privater Haushalte haben in Zeiten von Corona Rekordwerte erreicht und werden gewiss steigen. In vielen Unternehmen wird der Arbeitsplatz im Büro zum Auslaufmodell. Digitales Arbeiten ist bereits von jedem erdenklichen Ort der Welt möglich. Hinzu kommt die private Nutzung des Internets zum Streamen oder Spielen. Für all das reichen die verfügbaren Bandbreiten oftmals nicht mehr aus. Ohne Glasfaser geht es nicht.

Smart City funktioniert ebenfalls nur mit Internet und Glasfaser. Die intelligente Stadt von morgen ist ein ganzheitliches Konzept für urbanen Lebensraum als Antwort auf wirtschaftliche, gesellschaftliche, ökologische und technologische Herausforderungen und Veränderungen. Smart City bedeutet Digitalisierung und die intelligente Verknüpfung verschiedenster öffentlicher und privater Bereiche. Zahlreiche Kommunen haben sich bereits auf die Reise hin zur Smart City aufgemacht – mit einem leistungsstarken Internet dank flächendeckend verfügbarer Glasfaser.

Das grüne Potenzial der Glasfaser

Auch die Mobilitätswende in Deutschland ist ohne Internet und Glasfaser nicht denkbar. E-Mobilität und Car-Sharing-Modelle benötigen eine digitale Infrastruktur für Kund*innen und Anbieter, zum Beispiel für Abrechnung, Buchung oder Wartung. Autonomes Fahren ist technisch bereits machbar. Große Datenmengen müssen dabei transportiert und verarbeitet werden, um größtmögliche Fahrsicherheit herzustellen. Nur Glasfaser ist in der Lage, diese Datenmengen in Echtzeit bereitzustellen.

Auch die Stromversorgung als Kerngeschäft von Stadtwerken wird immer intelligenter. Energie ist eine kostbare und teure Ressource. Die digitale Steuerung von Versorgungsnetzen, die Erfassung und Abrechnung von Verbrauchsdaten sind Beispiele wichtig für den effizienten, digitalen Umgang mit Energie als Beitrag zum Klimaschutz und Versorgungssicherheit. Telekommunikation wird immer mobiler und der moderne Standard 5G ermöglicht heute Datenübertragung in Echtzeit. Damit eignet er sich auch für den Betrieb von Industrieanlagen. Für die sogenannten Campus-Netze wurden extra Frequenzen aus der 5G-Frequenz-Versteigerung reserviert. Damit bietet mobiles Hochleistungsinternet Städten und Gemeinden die Möglichkeit, attraktive Standortbedingungen anzubieten. 5G-Netze werden derzeit aufgebaut und für private und gewerbliche Nutzer*innen in Stadt und Land zu einem bald unverzichtbaren Standard in Beruf und Freizeit. Und auch hier gilt: ohne Glasfaser geht es nicht.

Besser zusammen: Triple Play und Partnerschaften

Glasfasernetze sind für Stadtwerke und kommunale Versorgungsunternehmen der Türöffner für das digitale Zeitalter und Antwort auf die beschriebenen Herausforderungen und Chancen. Dabei stellt sich das Triple Play Angebot als besonders interessant heraus. Triple Play – ein Angebot aus Telefonie, Internet und TV – bringt das Netz zum Leuchten. Ein erfolgreiches Geschäftsmodell, sicherer Netzbetrieb und erfolgreiche Vermarktung von Diensten sind einige Bausteine für den Erfolg. So wird die Basis für die beschriebenen weiteren Nutzungsmöglichkeiten, sowie zukünftige Ertragsmöglichkeiten geschaffen. Um diesen Weg gehen zu können, sind Kooperationen wichtig. Partnerschaften zeichnen sich für uns durch Vertrauen, Kompetenz und offene Kommunikation aus – und am Ende durch den gemeinsamen Erfolg. Damit aus dem Stadtwerk ein erfolgreiches „Carrierwerk“ werden kann.

Alles ist einfacher, mit ein bisschen Hilfe von Freunden – ein Motto, das zur Philosophie der carrierwerke passt. Zugegeben – der Spruch ist hier und da von Joe Cocker inspiriert. Die Aussage passt aber unserer Meinung nach auf viele Lebensbereiche – so auch zu unserer Arbeit bei den carrierwerken. Deshalb setzten auch wir auf Kooperationen, um unsere Dienstleistungen sinnvoll zu ergänzen. Klare Prämisse ist dabei der konkrete Mehrwert für unsere Kunden.

Mehrwert: Digitaler Bestellprozess

Vor kurzem haben sich die carrierwerke und die Ideenstadtwerke Start-Up-Tochter pattr zusammengetan, um Telekommunikationsanbietern und Stadtwerken den Vertrieb von bedarfsgerechten Glasfaserprodukten mit niedrigen Cost-to-Serve zu ermöglichen. Nur wenige Telekommunikations-Unternehmen verfügen derzeit über funktionierende digitale End-to-End-Geschäftsprozesse. Diese neue Kooperation in der Branche rückt jetzt den hochgradig automatisierten und digitalen Bestellprozess bis hin zur Dienstebereitstellung zum Beispiel für Stadtwerke in greifbare Nähe.

Mehrwert: Überregionale Verbindungsstrecken

Gemeinsam mit der DB broadband GmbH wollen wir Stadtwerke in ganz Deutschland dabei unterstützen, sich zu Telekommunikations-Netzbetreibern und -Diensteanbietern weiterzuentwickeln. Wichtigste Grundlage für solch ein Projekt ist die sogenannte Backboneanbindung des lokalen Glasfasernetzes an überregionale Internetknotenpunkte, beispielsweise in Frankfurt am Main. Die DB broadband bietet mit der flächendeckenden Glasfaserinfrastruktur der Deutschen Bahn dafür optimale Voraussetzungen. Nahezu alle Stadtwerke können die Glasfaserkabel der DB innerhalb weniger Kilometer erreichen. Eine entsprechende Absichtserklärung nebst Rahmenvertrag haben wir kürzlich gemeinsam mit der DB broadband GmbH unterzeichnet.

Mehrwert: entlang der gesamten Wertschöpfungskette

Die carrierwerke können so vielfältig unter die Arme greifen. Neben der technischen Dienstleistung als Basis unterstützen wir vor allem auch bei operativen Themen entlang der gesamten Wertschöpfungskette eines Internet Service Providers. Das zahlt sich aus und davon profitieren auch die TKRZ Stadtwerke GmbH. Diese arbeitet seit dem 02.02.2022 mit neuem Design und überarbeitetem Produktportfolio. Bei der Umsetzung durften wir sie unterstützen. Geholfen haben wir dabei nicht nur im Bereich des originären Marketings. Auf die Telekommunikationsbranche abgestimmte Strategien wurden individuell erarbeitet und haben der TKRZ einen Anstrich verpasst, der perfekt auf die Vorteile eines Lokalversorgers gegenüber Marktbegleitern zugeschnitten wurde. Als Nächstes werden wir gemeinsam eine umfangreiche Vorvermarktungsphase mit angebundener digitalen Bestellstrecke für den anstehenden Glasfaserausbau angehen.

Schließlich sind selbst für erfahrene Akteure im Markt Lösungen und Dienstleistungen gefragt, die dynamisch und zielgerichtet an die Entwicklung und die vorhandene Erfahrung angepasst werden können. Darauf sind unsere Lösungen ausgelegt, denn das schafft Partnerschaften und langfristige Partnerschaften sind unser Ziel.

Vor uns liegt also noch ein langer, spannender Weg, wenn wir alle Möglichkeiten unseres digitalen Zeitalters so effektiv und nachhaltig wie möglich ausschöpfen möchten.

Dieser Beitrag erschien zuerst in der Cable!Vison Europe 02/2022, Seite 26

Über Michael Neska

Michael ist Geschäftsführer der carrierwerke, seit knapp 10 Jahren in der Telekommunikationsbranche zuhause und damit bestens vernetzt. Zuletzt hat er die Unternehmensführungen bei einem technischen Dienstleister und diversen Internet Service Providern verantwortet. Dabei hat er nicht nur eine Vielzahl von Projekten erfolgreich umgesetzt, sondern auch maßgeblich das Unternehmenswachstum vorangetrieben.

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