Smart City und Klimawende müssen Hand in Hand gehen

Beim folgenden Beitrag handelt es sich um einene Gastbeitrag unseres Partners Haselhorst Accociates.

Habeck schreitet voran

Die viel beschriebene Zeitenwende ist auf dem politischen Parkett in vollem Gange. Erst im April hat Bundeswirtschafts- und Klimaschutzminister Robert Habeck das allseits mit Spannung erwartete Osterpaket vorgelegt. Für den Sommer ist bereits das zweite Gesetzespaket in Planung. Die Ziele des Grünen-Politikers sind wahrlich ambitioniert. Bis Ende des Jahrzehnts ist grundlegend vorgesehen, den Anteil der erneuerbaren Energien am Stromverbrauch beinahe zu verdoppeln. Ab 2035 soll der Strom in Deutschland dann nahezu vollständig aus regenerativen Energiequellen stammen.

Wanted: Energieversorgung aus erneuerbaren Quellen

Mit einem umfangreichen Maßnahmenpaket will Habeck damit nicht nur der Klimakrise entschieden begegnen. Er will auch schnellstmöglich die Unabhängigkeit der Bundesrepublik von fossilen Energieimporten aus Russland vorantreiben. Damit die notwendige Umstellung auf eine Energieversorgung aus erneuerbaren Quellen in dieser Form gelingt, muss an einer Vielzahl an Stellschrauben gedreht werden. Dazu zählt beispielsweise auch die Einbindung der Energietransformation in eine zukunftsweisende Stadtentwicklung – Stichwort: Smart City.

Nachhaltige Stadt- und Gemeindeentwicklung

Während sich der Begriff Smart City in den vergangenen Jahren mehr und mehr zum geflügelten Wort emporgeschwungen hat, rückt vielerorts die eigentliche Absicht hinter einer intelligenten Stadtentwicklung in den Hintergrund. Mit Blick auf die Agenda 2030 der Vereinten Nationen wird etwa deutlich: Die Digitalisierung sollte für eine Stadt keineswegs Selbstzweck sein. Vielmehr steht Smart City gleichbedeutend mit einer nachhaltigen Stadt- und Gemeindeentwicklung.

Rückstand bei Digitalisierung und Vernetzung

Was das genau bedeutet? Natürlich können bereits einzelne digitale Projekte für die Kommunen einen gewissen Mehrwert bieten. Ihr wahres Potenzial entfaltet Smart City jedoch erst, wenn auch wirklich alle städtischen Wohn- und Arbeitsbereiche auf sinnvolle und ressourcenschonende Art und Weise miteinander vernetzt werden: angefangen von den Bereichen Infrastruktur, Energie und Verkehr über die Verwaltung und das Bildungs- und Gesundheitssystem bis hin zur lokalen Wirtschaft und dem Tourismus.

Studie zeigt auf:

Eine smarte Stadtentwicklung ist in der Realität ungemein komplex. Entsprechend verwundert es auch nicht, dass die große Mehrheit der deutschen Städte in puncto Smart City erheblichen Nachholbedarf hat. Keine der hiesigen Kommunen erreicht derzeit einen Digitalisierungsgrad von über 50 Prozent – im Gegenteil. Laut unserer aktuellen Smart-City-Studie von Haselhorst Associates erzielt das Gros der insgesamt 403 untersuchten Städte ab 30.000 Einwohnern noch nicht einmal einen Wert von 20 Prozent.

Entwicklungsschub bleibt auch dieses Jahr aus

Auch in diesem Jahr werden wir die Kommunen in unserem Ranking wieder eingehend unter die Lupe nehmen. Ohne dass die Datenerhebung dafür bereits begonnen hätte, lässt sich in Anbetracht der Ergebnisse der vergangenen Jahre jedoch schon jetzt mutmaßen: Ein wirklich drastischer Entwicklungsschub mit einem flächendeckenden Abschneiden der Städte mit über 50 Prozent erscheint nach wie vor mehr als unwahrscheinlich. Die Gründe dafür sind vielseitig und lassen sich zugleich mit möglichen Handlungsempfehlungen verknüpfen. Feststeht nämlich: Schreitet die Digitalisierung der Städte in den kommenden Jahren nicht endlich massiv voran, droht Deutschland seine Klimaziele deutlich zu verfehlen.

Smart City ist alternativlos

Dieser Aspekt muss in den Rathäusern mit aller Deutlichkeit vermittelt werden. Schließlich wird früher oder später an einer smarten Stadtentwicklung ohnehin kein Weg mehr vorbeiführen. Umso wichtiger ist für die Städte jetzt, sich frühzeitig strategisch klug aufzustellen und das Einsparungspotenzial von CO₂-Emissionen bei einer Smart City ganzheitlich zu betrachten.

Für die nächsten Generationen

Parallel dazu tragen die Kommunen im Zuge der smarten Vernetzung per se zur Förderung der lokalen Lebensqualität bei. Ziel ist, das Leben in den Städten für die nachfolgenden Generationen auf mindestens demselben Niveau zu bewahren, wie es derzeit vorherrscht. Daneben trägt die Digitalisierung entscheidend dazu bei, den Alltag der Stadtbevölkerung schon jetzt erheblich angenehmer zu gestalten. Insbesondere in eher dünn besiedelten Regionen können digitale Projekte helfen, die Versorgung der Menschen in vielerlei Hinsicht zu verbessern. Das ist beispielsweise in Hinblick auf das Gesundheitssystem oder auch bei schwindendem kulturellem Angebot möglich.

Für das Hier und Jetzt

Darüber hinaus ist Smart City ein echter Standortfaktor. Dieser Faktor kann nicht nur für Bewohner*innen ein wichtiges Argument zum langfristigen Bleiben sein. Speziell für die lokale Wirtschaft kann die smarte Vernetzung ein wahrer Anziehungsmagnet sein. Demnach sehen sich die Unternehmen hierzulande nicht zuletzt aufgrund der CSR-Berichtspflicht mehr und mehr dazu veranlasst, das Thema Nachhaltigkeit entschieden voranzutreiben. Weist eine Stadt beispielsweise eine gut ausgebaute regenerative Energieversorgung sowie ein smartes Mobilitätssystem auf, können das handfeste Argumente für eine Firma sein, sich dort anzusiedeln. In Folge werden neue Arbeitsplätze geschaffen, was wiederum die Lebensqualität der gesamten Stadtbevölkerung bewahrt.

Schneller und sicherer Datenaustausch

Ist der Entschluss einmal gefasst, geht es schließlich an die Frage, wie der „Status“ Smart City am effizientesten erreicht werden kann. Auch hier gibt es einige wesentliche Faktoren, die vorab verinnerlicht werden sollten. Schließlich sind diese entscheidend für den langfristigen Erfolg einer intelligenten Stadtentwicklung. Dazu zählt zu Beginn die nötige digitale Infrastruktur. Denn: Kann eine Stadt keine ausreichend gute Breitbandverfügbarkeit vorweisen, werden auf kurz oder lang die angestrebten Digitalprojekte in den Kinderschuhen verharren.

Mehr Glasfaseranschlüsse nötig

Für eine smarte Vernetzung der städtischen Bereiche müssen Daten schnell und möglichst störungsfrei ausgetauscht werden können. Dafür braucht es eine gut ausgebaute digitale Infrastruktur. Insgesamt hat sich in diesem Kontext in den vergangenen Jahren zwar bereits einiges in der Bundesrepublik bewegt und Mitte 2021 verfügten etwa 95 Prozent der Haushalte über Breitbandanschlüsse von mindestens 50 Mbit/. Was den Anteil an Glasfaseranschlüssen (1.000 Mbit/s) an allen stationären Breitbandanschlüssen angeht, besteht jedoch weiterhin Nachholbedarf: Trotz der stetig steigenden Anzahl an Gigabitanschlüssen hierzulande rangiert die Bundesrepublik laut OECD-Ländervergleich mit einem Wert von rund 6,4 Prozent noch weit jenseits des Durchschnitts in Höhe von 32,1 Prozent.

Aktuelle Lage ist eine Chance

Was auf der einen Seite eher ernüchternd klingt, ist zugleich eine Chance. So ergeben sich rund um den Themenkomplex digitale Infrastruktur, insbesondere für Stadtwerke zahlreiche spannende Geschäftsfelder. Diese können ihnen künftig eine potenziell lukrative Einnahmequelle bieten. Und: Entscheidet sich ein Stadtwerk dafür, sich strategisch im Bereich Glasfaserausbau zu positionieren, kann es sich zugleich als Enabler der Smart City hervortun. Das geht wiederum mit einem langfristigen Geschäftsmodell einher.

Frühzeitige Finanzierungsplanung

Dieser Weitblick ist auch zu Beginn einer Smart-City-Initiative seitens der Städte gefragt. Leider beobachte ich es bei meiner Arbeit immer wieder, dass sich Kommunen zwar erfolgreich für eines der diversen Smart-City-Förderprogramme bewerben. Nach Abschluss einer initialen Förderphase verschwinden die zuvor umfangreich ausgearbeiteten Pläne dann jedoch wieder in den Schubladen der Rathäuser. Der Grund: Den Städten fehlt schlichtweg die Anschlussfinanzierung. In Folge bleibt die Vision von einer Smart City oftmals bei der Umsetzung eines einzelnen Leuchtturmprojekts stecken.

Finanzierung

Genau diese langfristig wenig bedeutenden Einzelprojekte gilt es jedoch unbedingt in einen größeren Kontext einzuordnen. Nämlich, indem sich die Städte bereits vor Beginn ihrer angestrebten Initiativen umfangreich Gedanken über die Finanzierung machen. Dabei sollte man auch die Phase nach einer möglichen Förderung nicht außer Acht lassen. Ganz grundsätzlich ist es nämlich durchaus möglich, rund um Smart City zukunftsträchtige Geschäftsmodelle aufzubauen. Im Idealfall tragen sie sich selbst. Diese sollte man jedoch frühzeitig anstreben und planen.

Umsetzung

Neben dieser umfangreichen Finanzplanung basiert eine erfolgreiche Smart City zudem auf einer strategischen Herangehensweise und Umsetzung. Das heißt: Die Transformation sollte von Anfang an ganzheitlich betrachtet und sämtliche Bereiche sowie Stakeholder miteinbezogen werden. Ansonsten droht wiederum die Gefahr, dass gerade der Aspekt der Vernetzung auf der Strecke bleibt.

Zusammen zum Ziel

Greifbar wird dieses „Big Picture“, indem eine Kommune vorab Zeit und Mühe in eine umfangreich ausgearbeitete Smart-City-Strategie investiert. Diese basiert auf einer Status-quo-Analyse und setzt anschließend sinnvoll auf die jeweiligen Begebenheiten einer Kommune vor Ort auf. Darüber hinaus bindet sie sämtliche Beteiligte der digitalen Transformation in den Prozess ein – angefangen von den städtischen Entscheider*innen über die lokale Wirtschaft bis hin zu den Bürger*innen. Schließlich ist es am Ende die Stadtbevölkerung, die die Digitalprojekte nutzt und eine Smart City damit zum Leben erweckt.

 

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Über Haselhorst Associates:

Die Starnberger Unternehmensberatung Haselhorst Associates ist spezialisiert auf umfassende Digitalisierungskonzepte – sowohl für Smart Cities als auch für Unternehmen. Das Team aus international erfahrenen Partnern verfügt über eine umfangreiche konzeptionelle sowie lösungsorientierte Expertise. Daneben zählen Restrukturierungen und Strategieberatungen zu den wesentlichen Bestandteilen des Projektportfolios von Haselhorst Associates.

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Über Jürgen Germies

Jürgen Germies ist geschäftsführender Partner bei der Unternehmensberatung Haselhorst Associates in Starnberg. Dort ist der Diplom-Kaufmann unter anderem für den Geschäftsbereich Energieversorgung und kommunale Unternehmen verantwortlich. Er war an der Entwicklung der Plattform „Digitale Energiewelt“ der Deutschen Energie-Agentur (Dena) beteiligt, berät Kommunen im Thema Smart City und kommunale Unternehmen zum Glasfaserausbau.

carrierwerke meets Fiberdays22

… und weiter geht’s! Die nächste Messe steht vor der Tür.

Die Vorbereitungen für die Fiberdays22 laufen auf Hochtouren und die Vorfreude wird stetig größer. Ganz besonders motiviert uns, interessante Gespräche über Technologien und Dienstleistungen zu führen, neue Menschen kennenzulernen und bekannte Gesichter auf einen Kaffee oder Gin wiederzusehen. Doch das ist noch lange nicht alles.

Die vielen interessanten Aussteller auf der Fiberdays22 werden außerdem von einem thematisch passenden Kongress begleitet. Hier werden herausragende Referent*innen aus Politik, Wirtschaft und Wissenschaft über vertiefte Brancheninformationen und Neuigkeiten aus dem Glasfasersektor informieren. Prof. Dr. Kristina Sinemus eröffnet die Messe. Sie ist Hessens Digitalministerin und eine der Keynote-Speaker*innen des Kongresses.

Wann? 14.-15.06.2022

Wo? Wiesbaden, Halle Süd am Stand 54

Wir, die carrierwerke, freuen uns sehr, Sie auf den Fiberdays22 anzutreffen.

Bis dahin! 🙂

Über Denise Davidt

Als Content Creatorin ist Denise die kreative Wortakrobatin im Team der carrierwerke. Die studierte Medienkulturforscherin ist seit 2019 in der Telekommunikationsbranche tätig und im Marketing zu Hause. Seitdem hat sie einige Projekte erfolgreich geplant, betreut und umgesetzt.

Home-Office: mehr als nur zu Hause

Was bedeutet Home-Office?

Da es noch keine gesetzliche Definition für Home-Office gibt, kann der Begriff für Vieles stehen. Mobiles Arbeit, Remote Work, Telearbeit oder doch Heimarbeit? Sprachlich verwenden wir diese Begriffe oft willkürlich, doch es gibt Unterschiede: Mobiles Arbeiten & Remote Work beschreiben im eher weiteren Sinne eine berufliche Tätigkeit, die von überall aus erledigt werden kann, also nicht an die Anwesenheit in einem Büro gebunden ist.[1] Der oder die Mitarbeitende muss nicht zwangsweise von zu Hause arbeiten. Es stehen alle Mittel zur Verfügung, um ortsunabhängig zu arbeiten. Das kann die Dienstreise im Zug oder auch die Zeit im Hotel zwischen zwei Terminen sein. Wird diese Tätigkeit mit einem mobilen Lebensstil kombiniert, bezeichnet man eine solche Person als Digital Nomad. Anders sieht es mit der Telearbeit aus. Hier wird dem Angestellten in seinem zu Hause ein Bildschirmarbeitsplatz fest eingerichtet. Mobiliar, Arbeitsmitteln und Kommunikationseinrichtungen werden dabei von der Firma gestellt. Menschen, die in Heimarbeit arbeiten, sind dagegen selbstständig und erledigen Aufträge für einen Auftraggeber. Wo und wann die Heimarbeit verrichtet wird, ist also der Person selbst überlassen. Sie nehmen beispielsweise an Umfragen teil, testen Produkte oder Bloggen.

Lohnt sich das?

Kurz gesagt: Ja! Für Arbeitnehmende und Arbeitgebende kann Home-Office eine Win-win-Situation bedeuten, denn es hat sich herausgestellt, dass die Kreativität im Home-Office angeregt wird und einzig die Möglichkeit im Home-Office zu arbeiten zur allgemeinen Zufriedenheit im Betrieb beiträgt.[4] Gerade Berufe, die sich allein mit funktionierendem Internet erledigen lassen, sind für Home-Office prädestiniert. Programmierung, Webdesign, CAD-Design, Projektmanagement, Buchhaltung, (Online) Marketing, Texten, Grafikdesign sind einige Berufe, die sich im Home-Office ohne weiteres umsetzen lassen.

Wo gehobelt wird, fallen Späne.

Das Home-Office hat auch Kehrseiten. Das ist individuell und sieht je nach Lebenssituation anders aus. Die Vereinbarkeit von Familie und Beruf kann sich durchaus auch schwierig gestalten. Statt Selbstwirksamkeit zu leben kann hier das ein oder andere Elternteil auch eine Mehrfachbelastung beklagen, denn Care-Arbeit ist immer noch schwer von anderen Tätigkeiten zu trennen. Doch selbst wer sich in den eigenen vier Wänden hervorragend konzentrieren kann, vermisst vielleicht das gelegentliche Plaudern in der Kaffeepause oder ein gemeinsames Meeting vor Ort. Zudem kann der Teamzusammenhalt durch mangelnden Kontakt bröckeln. Wichtig sind ehrliche Kommunikation auf Augenhöhe und regelmäßige Meetings durch Onlinetools, um den stetigen Kontakt beizubehalten.

Gut für den Flow.

Ob Workation auf dem Lande oder schlichtweg das Arbeiten nach eigenem Rhythmus – Home-Office kann für einen gesunden Work-Life-Flow das Ass im Ärmel sein. Klar ist: Der Rahmen muss vorher von beiden Seiten abgeklärt sein. Doch ist einmal der Grad des flexiblen Arbeitens geklärt, darf sich die angestellte Person in der Regel ihre Arbeit zu ihrer persönlichen Vorliebe frei einteilen. Das kann viele positive Effekte haben. Meistens wird hier die Vereinbarkeit von Beruf und Familie genannt. Kitabeginn, Einkauf, gemeinsames Mittagessen mit dem Schulkind. All das kann mit einem Vollzeitjob funktionieren, wenn eine flexible Zeiteinteilung möglich ist. Auch auf die mentale und physische Gesundheit von Arbeitnehmenden kann Home-Office einen positiven Effekt erzielen. Der Mensch kann sich seinen Arbeitsalltag bedürfnis- und ressourcenorientiert strukturieren und frei entscheiden, was für ihn die beste Beschäftigung in der Pause ist. Das kann Kochen, eine Sporteinheit, ein Spaziergang im Grünen oder auch ein Mittagsschlaf sein. Jede Person lädt ihre Akkus anders – hier darf also Individualität ausgelebt werden.

Gut für den Menschen.

Sind die Regeln mit dem Arbeitgeber abgeklärt, kann es sogar sein, dass einer Workation nichts im Wege steht. Der zusammengesetzte Begriff aus work und vacation meint die Verbindung von Arbeit und Urlaub. Ist der Arbeitsort flexibel, kann man beispielsweise aus der Großstadt für eine vereinbarte Zeit in eine kleine Hütte in den Schwarzwald ziehen – dort neue Inspiration tanken und die Abwechslung nach getaner Arbeit genießen. Voraussetzung hierfür ist jedoch eine flächendeckende, gute Internetverbindung.

Auch in puncto Inklusion kann das Arbeiten von zu Hause vorteilhaft sein. Menschen mit körperlichen Behinderungen können beispielsweise so den meist nicht barrierefreien Arbeitsweg umgehen und Menschen mit psychischen Krankheiten ihr Zuhause als sicheren Arbeitsplatz nutzen. Hier ist wichtig, dass keine soziale Abgrenzung geschieht, denn nur Menschen mit Behinderungen in das Home-Office zu versetzen, kann auch zu einer Vereinsamung führen und als Diskriminierung gesehen werden. Wichtig sind offene Gespräche zwischen Arbeitgeber und der arbeitnehmenden Person sowie soziale Interaktion im Team durch Onlinetreffen und Kommunikationswege über das Internet.[4]

Gut für alle.

Die gefährlichsten Etappen der Corona-Pandemie scheinen überstanden zu sein. Zwar gelten immer noch Quarantäne-Regeln bei einer Infektion, der restliche Alltagsbereich nimmt jedoch wieder langsam seinen gewohnten Lauf. Selbst die Maske im Supermarkt ist kein Muss mehr. Dennoch: Epidemien und Pandemien werden keine Seltenheit bleiben, die Chancen, dass sie Überhand gewinnen, lassen sich aber verringern.[5] Grund dafür, dass sich neue „Emerging Infectious Diseases“ ausbreiten können, sind zum Beispiel Waldrodungen, das Einsetzen von Antibiotika in der Massentierhaltung und die Globalisierung. Neben vielen positiven Effekten führt die Globalisierung nämlich auch dazu, dass sich Krankheitserreger schneller zwischen den Kontinenten ausbreiten.[6] Ein Unternehmen ist also nicht nur im Falle einer Pandemie mit dem Home-Office-Angebot besser aufgestellt, sondern kann global gesehen sogar einen positiven Effekt auf die Eindämmung von Erregern beitragen.

Auf die Dienstreise zu verzichten und stattdessen auf ein digitales Treffen auszuweichen, ist nicht nur epidemiologisch eine kluge Entscheidung. Neben der hohen Zeiteffizienz ist auch der verringerte CO₂ Ausstoß ein griffiges Argument für das online Meeting. Unsere Klimaziele sind schließlich wichtiger denn je. Laut Bundesamtschef Dirk Messner befinden wir uns im entscheidenden Jahrzehnt, denn „wenn wir diese Dekade verpassen, können wir unsere Klimaziele national und global nicht mehr in den Griff bekommen“.[7] Es ist geplant, Deutschlands Treibhausgase bis in das Jahr 2045 zu neutralisieren. Bis dahin müssen alle Treibhausgase vermieden oder wieder eingedämmt werden. Das vorläufige Ziel für 2030 soll 65 % gegenüber dem Jahr 1990 einsparen. Um dies zu erreichen, müssen wir laut Messner die Emissionen jedes Jahr um 6 % senken.[8] Das Einsparen von Arbeitswegen und Dienstreisen ist dabei nur eine Maßnahme von vielen, hat aber Potenzial, eine Veränderung zu bewirken – ein Richtungswechsel in eine gesündere und nachhaltigere Zukunft für uns und die nächste Generation.

Neben den klimatischen Aspekten ist auch die Abhängigkeit von russischem Öl in Zeiten Putins Krieg wichtig zu bedenken. Bundeswirtschaftsminister Robert Habeck schlägt mehr Home-Office vor, um Energie zu sparen. Geschäftsleitungen ruft er dazu auf, darüber nachzudenken, „ob sie da, wo es möglich ist, Home-Office anbieten, um Energie zu sparen.“[9] Das alles sind erst einmal kleine Veränderungen, in Summe kann somit aber einiges bewirkt werden. „Wir können nur unabhängiger von russischen Importen werden, wenn wir es als großes gemeinsames Projekt ansehen, an dem wir alle mitwirken“, sagte er. „Das schont den Geldbeutel und ärgert Putin.“[10]

Ohne geht nicht.

Der schleppende Breitbandausbau ist nicht weiter tragbar – das wurde während dem ersten Lockdown 2020 allen bewusst. „Haushalte mussten teilweise mit 5 MBit/s oder weniger auskommen. Home-Office und Homeschooling einer ganzen Familie sind damit nicht zu machen.“[11] Immer noch gibt es in vielen ländlichen Gebieten keine schnelle, flächendeckende Glasfaser-Übertragung. Ganz im Gegenteil: Das Netz besteht aus einem Flickenteppich an Betreibern und Geschwindigkeiten.[12] Dabei sollte – gerade in unserer heutigen Zeit, in der die Teilhabe durch Digitalisierung essenziell ist – jeder Mensch Zugang zu schnellem Internet haben. Nur so können Schule, Arbeit und Freizeit reibungslos funktionieren. Nur so kommen wir den Klimazielen näher. Und nur so können wir selbstbestimmt arbeiten.

Das Home-Office bietet also viele Möglichkeiten, seine Persönlichkeit in der Arbeit zu entfalten und so zu einem gesunden Work-Life-Flow beizutragen. Außerdem können Menschen mit Behinderungen eine große Chance in ihr finden. Klimaziele rücken mit dem Home-Office in greifbare Nähe und die durch die Globalisierung vermehrte Übertragung von Krankheiten kann eingedämmt werden. Großes Manko: Die Internetverbindung. Denn ein dürftig ausgebautes Netz sorgt nicht nur für irrsinnige Reglungen, es fördert auch Benachteiligung und Diskriminierung. Wir wollen schnelles Internet für alle, damit Menschen am digitalen Leben teilhaben und somit alle ihre Chancen nutzen können.

Mehr Infos zu uns?

Über Denise Davidt

Als Content Creatorin ist Denise die kreative Wortakrobatin im Team der carrierwerke. Die studierte Medienkulturforscherin ist seit 2019 in der Telekommunikationsbranche tätig und im Marketing zu Hause. Seitdem hat sie einige Projekte erfolgreich geplant, betreut und umgesetzt.

Das VATM Jahrbuch ist da!

Erfolgreich mit Glasfaser

und starken Partnerschaften

Diese Woche erschien das VATM Jahrbuch 2022 und auch wir sind mit einem Beitrag vertreten.

Im folgenden Viedo erfahren Sie das wichtigste in Kürze. Weiter unten finden Sie den gesamten Beitrag.

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Das vergangene Wahljahr endete mit der lange erwarteten politischen Botschaft. Die neue Regierungskoalition setzt auf Glasfaser, um Deutschland voranzubringen. Und auch wenn Übergangstechnologien noch eine Zeitlang ihren Beitrag zur Gigabit-Versorgung leisten werden – die großen wirtschaftlichen, gesellschaftlichen und ökologischen Themen erfordern eine leistungsstarke Telekommunikationsinfrastruktur mit Glasfaser vor Ort.

Hier liegen Anforderungen und gleichzeitig Chancen für Stadtwerke und kommunale Versorgungsunternehmen. Performante Telekommunikationsleistungen stoßen auf einen riesigen, weiter wachsenden Bedarf sowohl bei Bürgerinnen und Bürgern als auch bei Unternehmen. Auf dem Weg vom Stadtwerk zum „Carrierwerk“ sind verlässliche Kooperationen – mit Beratungen, Technologiepartnern oder Serviceanbietern – Voraussetzung für den schnellen Markteintritt und somit den Erfolg. Denn am Ende des Tages muss sich die Netzinvestition rechnen. Die Aufgaben sind groß und verlangen vielfältige Kompetenzen und Zusammenarbeit.

Stichwort „Digitaler Staat“: die Pandemie hat Verwaltung und Schule aus ihrem analogen Dornröschenschlaf gerissen. Obwohl sich bereits eine große Zahl von Bürgerinnen und Bürgern vor Corona mehr digitale Behördenangebote gewünscht hatten, musste vielerorts improvisiert werden. Auch wenn Hard- und Software ausreichend zur Verfügung standen, blieb die unzureichende Breitbandkapazität eine ständige Bedrohung. Vorgänge können zum Teil nicht ohne Medienbrüche erledigt werden. Das Faxgerät ist vielerorts noch Verwaltungswirklichkeit. Das Gleiche gilt für den Online-Unterricht der Schulen. Und auch Präsenz-Unterricht nach Corona braucht den Zugriff auf ein starkes Internet. Alles andere ist zeitaufwändig, bindet Kapazitäten, ist ineffizient und nicht nachhaltig. Intelligente Konzepte, ausgereifte verfügbare Hardware und Software sowie ein leistungsstarkes, flächendeckendes Glasfasernetz sind die technischen Voraussetzungen, damit der digitale Staat Wirklichkeit werden kann.

Dies gilt auch für das „Neue Normal“ das mobile Arbeiten im Homeoffice. Up- und Download-Zahlen in den privaten Haushalten haben in Zeiten von Corona Rekordwerte erreicht. Tendenz weiter steigend. In zahlreichen Unternehmen wird die Regel, dass jeder Beschäftigte auch einen Arbeitsplatz vor Ort hat, zum Auslaufmodell. Digitales Arbeiten ist von jedem Ort auf der Welt möglich. Hinzu kommt die private Nutzung des Internets zum Streamen oder Spielen. Für all das reichen die verfügbaren Bandbreiten oftmals nicht mehr aus. Ohne Glasfaser geht es nicht.

Smart City funktioniert ebenfalls nicht ohne Internet und Glasfaser. Die intelligente Stadt von morgen ist ein ganzheitliches Konzept für urbanen Lebensraum als Antwort auf wirtschaftliche, gesellschaftliche, ökologische und technologische Herausforderungen und Veränderungen. Smart City bedeutet Digitalisierung und die intelligente Verknüpfung verschiedenster öffentlicher und privater Bereiche. Zahlreiche Kommunen haben sich bereits auf die Reise hin zur Smart City aufgemacht – mit einem leistungsstarken Internet dank flächendeckend verfügbarer Glasfaser.

Auch die Mobilitätswende in Deutschland ist ohne Internet und Glasfaser nicht denkbar. E-Mobilität und Car-Sharing-Modelle benötigen eine digitale Infrastruktur für Kunden und Anbieter, z. B. für Abrechnung, Buchung oder Wartung. Autonomes Fahren ist technisch bereits machbar. Große Datenmengen müssen dabei transportiert und verarbeitet werden, um größtmögliche Fahrsicherheit herzustellen. Nur Glasfaser ist in der Lage, diese Datenmengen in Echtzeit bereitzustellen.
Und auch die Stromversorgung als Kerngeschäft von Stadtwerken wird immer intelligenter. Energie ist eine kostbare und teure Ressource. Die digitale Steuerung von Versorgungsnetzen, die Erfassung und Abrechnung von Verbrauchsdaten sind Beispiele für den effizienten, digitalen Umgang mit Energie als Beitrag zum Klimaschutz und Versorgungssicherheit

Telekommunikation wird immer mobiler und der moderne Standard 5G ermöglicht heute Datenübertragung in Echtzeit. Damit eignet er sich auch für den Betrieb von Industrieanlagen. Für die so genannten Campus-Netze wurden extra Frequenzen aus der 5G-Frequenz-Versteigerung reserviert. Damit bietet mobiles Hochleistungsinternet Städten und Gemeinden die Möglichkeit, attraktive Standortbedingungen anzubieten. 5G-Netze werden derzeit aufgebaut und für private und gewerbliche Nutzer in Stadt und Land zu einem bald unverzichtbaren Standard in Beruf und Freizeit. Und auch hier gilt: ohne Glasfaser geht es nicht!

Glasfasernetze sind für Stadtwerke und kommunale Versorgungsunternehmen der Türöffner für das digitale Zeitalter und Antwort auf die beschriebenen Herausforderungen und Chancen. Triple Play, also eigene Angebote aus Telefonie, Internet und TV, bringen das Netz zum Leuchten und rechnen sich mit einem vernünftigen Geschäftsmodell. Qualifizierte Mitarbeiter, ein erfolgreiches Geschäftsmodell, sicherer Netzbetrieb und erfolgreiche Vermarktung von Diensten sind einige Bausteine für den Erfolg. So wird die Basis für die beschriebenen weiteren Nutzungsmöglichkeiten, sowie zukünftige Ertragsmöglichkeiten geschaffen. Um diesen Weg gehen zu können, sind Kooperationen wichtig. Partnerschaften im besten Sinn zeichnen sich aus durch Augenhöhe, Vertrauen und Kompetenz – und am Ende durch den gemeinsamen Erfolg.

Damit aus dem Stadtwerk ein erfolgreiches „Carrierwerk“ werden kann.

 

Dieser Beitrag erschien zuerst im VATM Jahrbuch 2022 auf Seite 62

Über Michael Neska

Michael ist Geschäftsführer der carrierwerke, seit knapp 10 Jahren in der Telekommunikationsbranche zuhause und damit bestens vernetzt. Zuletzt hat er die Unternehmensführungen bei einem technischen Dienstleister und diversen Internet Service Providern verantwortet. Dabei hat er nicht nur eine Vielzahl von Projekten erfolgreich umgesetzt, sondern auch maßgeblich das Unternehmenswachstum vorangetrieben.

Glasfaser für alle: Ein Gedankenexperiment

Wir befinden uns im Jahr 2030.

Es liegt ein Jahrzehnt der Digitalisierung und des Klimaschutzes hinter Deutschland. Viel hat sich verändert, man hat vieles erreicht, manches nicht. Es wurde lebhafter und kontroverser diskutiert als jemals zuvor. Was jedoch erreicht wurde, hat unser Leben bereits nachhaltig verändert und man kann es sich nicht mehr wegdenken: Der Glasfaserausbau wurde massiv vorangetrieben, fast alle Bürger*innen der Bundesrepublik haben mittlerweile Zugriff auf das fast grenzenlose Internet in Lichtgeschwindigkeit.

Zu verdanken ist dies auch vor allem Stadtwerken, die als regionaler Daseinsversorger den Schritt gewagt haben, eigene Glasfasernetze zu erbauen. Der Schritt hat sich gelohnt, denn neben den klassischen Dienstleistungen wie Internet, Telefonie und TV hat sich eine ganze Welt von zusätzlichen Ertragspotentialen für solche carrierwerke eröffnet:

Dank LoraWAN und smarten Zählermessgeräten kann der Verbrauch von Energie in Echtzeit erfasst werden. Dies vereinfacht massiv die Steuerung der Energienetze und die Abrechnung der Kosten gegenüber den Endkunden. Diese können wiederum dank der Stadtwerke-App zu jederzeit einsehen, wie hoch ihr Energieverbrauch ist und dank des intelligenten Strompreisbarometers gezielt die Waschmaschine oder den Trockner einschalten, wenn die Netzlast aktuell nicht so hoch ist und der Strompreis somit niedriger. Das Elektroauto macht dies dank KI von ganz allein und wählt den optimalen Zeitpunkt, um sich wieder vollzuladen. Das entlastet massiv das Energienetz und glättet Energiespitzen merkbar ab.

Auch in ihrem täglichen Leben erfahren Bürger*innen die Vorteile der Digitalisierung und der flächendeckenden Verfügbarkeit von Glasfaserinternet. Es sind mittlerweile alle öffentlichen Gebäude wie beispielsweise Verwaltungen, Schulen, Krankenhäuser und Universitäten an das Glasfasernetz angeschlossen. Digitale Bürgerverwaltung, elektronische Krankenakte und modernes Lernen sind der Standard und nicht mehr die Ausnahme. Da der Ausbau auch im ländlichen Raum massiv vorangetrieben wurde, siedeln sich dort wieder mehr Unternehmen an, das Arbeiten von zuhause ist kein Problem mehr und dank Telemedizin ist es auch kein Problem mehr, dass die nächste Praxis nicht um die Ecke ist.

Durch die in großen Teilen geglückte Verkehrswende hat sich auch der ÖPNV drastisch verändert. Aufgrund der Vernetzung kommen Bahn und Bus pünktlich. Mehr Menschen nutzen nun öffentliche Verkehrsmittel und lassen das Auto stehen. Viele besitzen schon gar kein Auto mehr, sondern nutzen Carsharing-Angebote, sollte der Fahrplan einmal ungünstig sein.

Auch die Arbeitswelt wurde von der Digitalisierung nachhaltig verändert. Inlandsflüge werden nur noch marginal genutzt, die Bahn ist die bessere Alternative. Nicht nur wegen der besseren Klimabilanz, sondern weil es entlang des gesamten Schienennetzes zuverlässiges WLAN bzw. 5G Netzabdeckung gibt. So ist Reisezeit mittlerweile effektive Arbeitszeit. Wenn man denn überhaupt noch reist: Denn Präsenztermine sind, wie der Brief, nur noch „Ausnahmen mit persönlicher Note“. Videokonferenzsysteme haben sich nochmals massiv weiterentwickelt, durch Virtual Reality ist man mitten in der Konferenz, anstatt nur auf einen Bildschirm zu schauen. Neben der Zeitersparnis spricht auch die bessere Klimabilanz für die virtuellen treffen.

 

So oder so ähnlich könnte unsere Welt in knapp acht Jahren aussehen. Natürlich handelt es sich hier nur um eine Sammlung an Ideen und wir haben längst nicht alle relevanten Aspekte abgedeckt. Einiges ist realistisch, anderes auch, aber nicht in acht Jahren. Das ist aber auch nicht unser Anspruch. Jedoch möchten wir die unzähligen Möglichkeiten und Potenziale aufzeigen, die die Digitalisierung in allen unseren Lebensbereichen spielen kann.

Dazu werden wir in den nächsten Monaten einzelne Aspekte näher beleuchten, uns damit auseinandersetzten, viele Quellen aufzeigen und auch Expert*innen zu Wort kommen lassen. Warum? Weil wir überzeugt sind, dass die Digitalisierung eine große Hilfe bei gesellschaftlichen, politischen und wirtschaftlichen Herausforderungen unserer Zeit sein kann. Stadtwerke und lokal verankerte Internet-Provider werden hierbei eine essenzielle Rolle spielen. Denn es liegt in Ihrer DNA, sich lokal zu engagieren und die Grundbedürfnisse der Bürger*innen zu bedienen. Denn „Ohne geht nicht.“

 

Die Herausforderung

Damit jedoch die Digitalisierung ihre Vorteile ausnutzen kann, benötigen wir eine vernetzte Gesellschaft, nämlich im physischen Sinne: Man benötigt ein flächendeckendes, breitbandiges Internet, das nicht nur den heutigen Anforderungen gerecht wird, sondern auch den zukünftigen Entwicklungen. Das kann aus unserer Sicht nur die Glasfaser erfüllen. Glasfasernetze zu bauen ist jedoch kostspielig und deshalb scheuen viele Stadtwerke und Energieversorger diese Entscheidung. Wir möchten mit unserer Kampagne Stadtwerke dazu ermutigen, dennoch über diesen Schritt konkret nachzudenken, ihn zu wagen und in die Zukunft zu investieren. Die Glasfaser bildet die Grundlage der Welt von Morgen, eröffnet vielfältige Geschäftsbereiche und ohne Sie geht es nicht. Bei diesem Schritt zum „Carrierwerk“ lassen wir Sie nicht alleine. Gemeinsam schaffen wir die Grundlage für die Digitalisierung und somit für die Welt von morgen. Wir freuen uns, wenn Sie mit dabei sind!

Über Daniel Röcker

Daniel verantwortet bei den carrierwerken als Prokurist die Bereiche Vertrieb & Marketing. Der studierte Bankkaufmann hat in seiner über 6-jährigen Branchenerfahrung diverse Projekte in verantwortlicher Position erfolgreich umgesetzt. Durch seine langjährige leitende Tätigkeit bei einem technischen Dienstleister und zuletzt auch als Geschäftsführer eines Internet Service Providers ist er mit den Anforderungen aller Akteure am Markt bestens vertraut.

Unser aktueller Newsletter ist da!

Heute erschien unser aktueller Newsletter!

Kaum hat das Jahr begonnen, schon ist der Frühling da. Dass die Zeit wie im Nu verging, hängt damit zusammen, wie viel in den vergangenen Wochen und Monaten geschehen ist.

So konnten wir einige wertvolle Kooperationen schließen und freuen uns, viele weitere Unternehmen zu unseren Partnern zählen zu dürfen. Wir sind gespannt auf die kommende Zusammenarbeit und sind uns sicher: es kommen viele spannende Projekte auf uns zu.

Daher steht dieser Newsletter unter dem Motto „Kooperationen“. Man muss nicht alles selbst können. Wichtig ist nur, dass man starke Partner an seiner Seite weiß, auf die man sich verlassen, und mit denen man auf Augenhöhe arbeiten kann.

Wir möchten diese Gelegenheit nutzen, und in diesem Newsletter auf unsere jüngsten Kooperationen und Partnerschaften eingehen.
Wir wünschen Ihnen viel Spaß bei der Lektüre!

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Über Jacqueline Thumm

Jacqueline verantwortet als PR & Marketingmanagerin den Markenauftritt und die gesamte Öffentlichkeitsarbeit der carrierwerke. Anfang 2020 ist die studierte Kommunikationsspezialistin in die Telekommunikationsbranche gewechselt und hat seither diverse Projekte - sowohl für Kunden als auch intern - erfolgreich geplant, betreut und umgesetzt.

Mit starken Partnerschaften zum Erfolg

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Die Pandemie hat Verwaltung und Schule aus ihrem analogen Dornröschenschlaf gerissen. Obwohl sich bereits eine große Zahl von Bürger*innen vor Corona mehr digitale Behördenangebote gewünscht hatten, musste vielerorts improvisiert werden. Auch wenn Hard- und Software ausreichend zur Verfügung standen, blieb die unzureichende Breitbandkapazität eine ständige Bedrohung. Vorgänge können zum Teil nicht ohne Medienbrüche erledigt werden. Das Faxgerät ist vielerorts noch Verwaltungswirklichkeit. Das Gleiche gilt für den Online-Unterricht der Schulen. Und auch Präsenz-Unterricht nach Corona braucht den Zugriff auf ein starkes Internet. Alles andere ist zeitaufwändig, bindet Kapazitäten, ist ineffizient und nicht nachhaltig. Intelligente Konzepte, ausgereifte verfügbare Hardware und Software sowie ein leistungsstarkes, flächendeckendes Glasfasernetz sind die technischen Voraussetzungen, damit der digitale Staat Wirklichkeit werden kann.

Der erste Schritt zur digitalen Moderne wird mit der neuen Regierungskoalition eingeleitet: Sie setzt wie gehofft auf Glasfaser, um Deutschland voranzubringen. Und auch wenn Übergangstechnologien noch eine Zeitlang ihren Beitrag zur Gigabit-Versorgung leisten werden – die großen wirtschaftlichen, gesellschaftlichen und ökologischen Themen erfordern eine leistungsstarke Telekommunikationsinfrastruktur mit Glasfaser vor Ort. Hier liegen Anforderungen und gleichzeitig Chancen für Stadtwerke und kommunale Versorgungsunternehmen. Performante Telekommunikationsleistungen stoßen auf einen riesigen, weiterwachsenden Bedarf sowohl bei Bürger*innen als auch bei Unternehmen.

Auf dem Weg vom Stadtwerk zum „Carrierwerk“ sind verlässliche Kooperationen – mit Beratungen, Technologiepartnern oder Serviceanbietern – Voraussetzung für den schnellen Markteintritt und somit den Erfolg. Denn am Ende des Tages muss sich die Netzinvestition rechnen. Die Aufgaben sind groß und verlangen vielfältige Kompetenzen und Zusammenarbeit. Dies gilt auch für das „Neue Normal“, das mobile Arbeiten im Homeoffice. Up- und Download-Zahlen privater Haushalte haben in Zeiten von Corona Rekordwerte erreicht und werden gewiss steigen. In vielen Unternehmen wird der Arbeitsplatz im Büro zum Auslaufmodell. Digitales Arbeiten ist bereits von jedem erdenklichen Ort der Welt möglich. Hinzu kommt die private Nutzung des Internets zum Streamen oder Spielen. Für all das reichen die verfügbaren Bandbreiten oftmals nicht mehr aus. Ohne Glasfaser geht es nicht.

Smart City funktioniert ebenfalls nur mit Internet und Glasfaser. Die intelligente Stadt von morgen ist ein ganzheitliches Konzept für urbanen Lebensraum als Antwort auf wirtschaftliche, gesellschaftliche, ökologische und technologische Herausforderungen und Veränderungen. Smart City bedeutet Digitalisierung und die intelligente Verknüpfung verschiedenster öffentlicher und privater Bereiche. Zahlreiche Kommunen haben sich bereits auf die Reise hin zur Smart City aufgemacht – mit einem leistungsstarken Internet dank flächendeckend verfügbarer Glasfaser.

Das grüne Potenzial der Glasfaser

Auch die Mobilitätswende in Deutschland ist ohne Internet und Glasfaser nicht denkbar. E-Mobilität und Car-Sharing-Modelle benötigen eine digitale Infrastruktur für Kund*innen und Anbieter, zum Beispiel für Abrechnung, Buchung oder Wartung. Autonomes Fahren ist technisch bereits machbar. Große Datenmengen müssen dabei transportiert und verarbeitet werden, um größtmögliche Fahrsicherheit herzustellen. Nur Glasfaser ist in der Lage, diese Datenmengen in Echtzeit bereitzustellen.

Auch die Stromversorgung als Kerngeschäft von Stadtwerken wird immer intelligenter. Energie ist eine kostbare und teure Ressource. Die digitale Steuerung von Versorgungsnetzen, die Erfassung und Abrechnung von Verbrauchsdaten sind Beispiele wichtig für den effizienten, digitalen Umgang mit Energie als Beitrag zum Klimaschutz und Versorgungssicherheit. Telekommunikation wird immer mobiler und der moderne Standard 5G ermöglicht heute Datenübertragung in Echtzeit. Damit eignet er sich auch für den Betrieb von Industrieanlagen. Für die sogenannten Campus-Netze wurden extra Frequenzen aus der 5G-Frequenz-Versteigerung reserviert. Damit bietet mobiles Hochleistungsinternet Städten und Gemeinden die Möglichkeit, attraktive Standortbedingungen anzubieten. 5G-Netze werden derzeit aufgebaut und für private und gewerbliche Nutzer*innen in Stadt und Land zu einem bald unverzichtbaren Standard in Beruf und Freizeit. Und auch hier gilt: ohne Glasfaser geht es nicht.

Besser zusammen: Triple Play und Partnerschaften

Glasfasernetze sind für Stadtwerke und kommunale Versorgungsunternehmen der Türöffner für das digitale Zeitalter und Antwort auf die beschriebenen Herausforderungen und Chancen. Dabei stellt sich das Triple Play Angebot als besonders interessant heraus. Triple Play – ein Angebot aus Telefonie, Internet und TV – bringt das Netz zum Leuchten. Ein erfolgreiches Geschäftsmodell, sicherer Netzbetrieb und erfolgreiche Vermarktung von Diensten sind einige Bausteine für den Erfolg. So wird die Basis für die beschriebenen weiteren Nutzungsmöglichkeiten, sowie zukünftige Ertragsmöglichkeiten geschaffen. Um diesen Weg gehen zu können, sind Kooperationen wichtig. Partnerschaften zeichnen sich für uns durch Vertrauen, Kompetenz und offene Kommunikation aus – und am Ende durch den gemeinsamen Erfolg. Damit aus dem Stadtwerk ein erfolgreiches „Carrierwerk“ werden kann.

Alles ist einfacher, mit ein bisschen Hilfe von Freunden – ein Motto, das zur Philosophie der carrierwerke passt. Zugegeben – der Spruch ist hier und da von Joe Cocker inspiriert. Die Aussage passt aber unserer Meinung nach auf viele Lebensbereiche – so auch zu unserer Arbeit bei den carrierwerken. Deshalb setzten auch wir auf Kooperationen, um unsere Dienstleistungen sinnvoll zu ergänzen. Klare Prämisse ist dabei der konkrete Mehrwert für unsere Kunden.

Mehrwert: Digitaler Bestellprozess

Vor kurzem haben sich die carrierwerke und die Ideenstadtwerke Start-Up-Tochter pattr zusammengetan, um Telekommunikationsanbietern und Stadtwerken den Vertrieb von bedarfsgerechten Glasfaserprodukten mit niedrigen Cost-to-Serve zu ermöglichen. Nur wenige Telekommunikations-Unternehmen verfügen derzeit über funktionierende digitale End-to-End-Geschäftsprozesse. Diese neue Kooperation in der Branche rückt jetzt den hochgradig automatisierten und digitalen Bestellprozess bis hin zur Dienstebereitstellung zum Beispiel für Stadtwerke in greifbare Nähe.

Mehrwert: Überregionale Verbindungsstrecken

Gemeinsam mit der DB broadband GmbH wollen wir Stadtwerke in ganz Deutschland dabei unterstützen, sich zu Telekommunikations-Netzbetreibern und -Diensteanbietern weiterzuentwickeln. Wichtigste Grundlage für solch ein Projekt ist die sogenannte Backboneanbindung des lokalen Glasfasernetzes an überregionale Internetknotenpunkte, beispielsweise in Frankfurt am Main. Die DB broadband bietet mit der flächendeckenden Glasfaserinfrastruktur der Deutschen Bahn dafür optimale Voraussetzungen. Nahezu alle Stadtwerke können die Glasfaserkabel der DB innerhalb weniger Kilometer erreichen. Eine entsprechende Absichtserklärung nebst Rahmenvertrag haben wir kürzlich gemeinsam mit der DB broadband GmbH unterzeichnet.

Mehrwert: entlang der gesamten Wertschöpfungskette

Die carrierwerke können so vielfältig unter die Arme greifen. Neben der technischen Dienstleistung als Basis unterstützen wir vor allem auch bei operativen Themen entlang der gesamten Wertschöpfungskette eines Internet Service Providers. Das zahlt sich aus und davon profitieren auch die TKRZ Stadtwerke GmbH. Diese arbeitet seit dem 02.02.2022 mit neuem Design und überarbeitetem Produktportfolio. Bei der Umsetzung durften wir sie unterstützen. Geholfen haben wir dabei nicht nur im Bereich des originären Marketings. Auf die Telekommunikationsbranche abgestimmte Strategien wurden individuell erarbeitet und haben der TKRZ einen Anstrich verpasst, der perfekt auf die Vorteile eines Lokalversorgers gegenüber Marktbegleitern zugeschnitten wurde. Als Nächstes werden wir gemeinsam eine umfangreiche Vorvermarktungsphase mit angebundener digitalen Bestellstrecke für den anstehenden Glasfaserausbau angehen.

Schließlich sind selbst für erfahrene Akteure im Markt Lösungen und Dienstleistungen gefragt, die dynamisch und zielgerichtet an die Entwicklung und die vorhandene Erfahrung angepasst werden können. Darauf sind unsere Lösungen ausgelegt, denn das schafft Partnerschaften und langfristige Partnerschaften sind unser Ziel.

Vor uns liegt also noch ein langer, spannender Weg, wenn wir alle Möglichkeiten unseres digitalen Zeitalters so effektiv und nachhaltig wie möglich ausschöpfen möchten.

Dieser Beitrag erschien zuerst in der Cable!Vison Europe 02/2022, Seite 26

Über Michael Neska

Michael ist Geschäftsführer der carrierwerke, seit knapp 10 Jahren in der Telekommunikationsbranche zuhause und damit bestens vernetzt. Zuletzt hat er die Unternehmensführungen bei einem technischen Dienstleister und diversen Internet Service Providern verantwortet. Dabei hat er nicht nur eine Vielzahl von Projekten erfolgreich umgesetzt, sondern auch maßgeblich das Unternehmenswachstum vorangetrieben.

Eine Umfrage schafft Durchblick

Das sind die aktuellen Möglichkeiten und Hürden im Glasfaserausbau

BUGLAS und VKU stellen in einer Befragung ihrer Mitgliedsunternehmen heraus, dass der Wille da ist, die Effektivität der Glasfaser zu nutzen. Aus einer kürzlich erschienenen Pressemitteilung des VKU geht hervor, dass viele der befragten Mitgliedsunternehmen Glasfasernetze in ländlichen wie auch in städtischen Gebieten ausbauen möchten. Dabei spielen Ausbaukooperationen und Open Access für die Unternehmen eine bedeutende Rolle, denn unwirtschaftlicher Doppel- und Überbau kann so umgangen werden.

Was hält aktuell vom Ausbau ab?

Die Umfrage hat gezeigt, dass der Ausbau der Glasfasernetze bereits auf den Agenden steht. Zwei Hürden gilt es jedoch noch zu überwinden: die Konsequenzen der Pandemie und das aktuelle Marktgeschehen.

Die Auswirkungen des Coronavirus hatte nicht nur strukturelle Tiefbauengpässe zu Folge, auch temporäre Ausfälle von Baukolonnen sowie Lieferengpässe und langsame Planungs- und Genehmigungsverfahren sind der Pandemie entsprungen. Zudem ist das aktuelle Marktgeschehen verbesserungswürdig – Immer noch überwiegt der Wettbewerb zwischen Netzen, statt des sinnvollen Wettbewerbs auf dem Netz.

 

„Kein Marktakteur schafft den flächendeckenden Glasfaserausbau allein. Daher sind Ausbau-Kooperationen und marktverhandelter Open Access ein effizienter Weg hin zur bestmöglichen Nutzung und Amortisation von Netzinvestitionen. Wir müssen weg vom Wettbewerb zwischen Netzen, hin zum Wettbewerb auf dem Netz. Deswegen bieten wir den Telekommunikationskonzernen an, auf unsere bestehenden Glasfasernetze zu kommen. Das könnte den Glasfaserausbau erheblich beschleunigen und unser Land schneller ans Ziel von flächendeckend schnellem Internet in Stadt und Land bringen.“,

so Wolfgang Heer, Geschäftsführer BUGLAS, und Ingbert Liebing, Hauptgeschäftsführer VKU.

Open Access als Chance

Die Umfrage von BUGLAS und VKU gibt einen optimistischen Ausblick auf das Jahr 2022.

Beispielsweise sind 85 Prozent der Unternehmen laut Umfrage bereit, beim Ausbau der Glasfasernetze zu kooperieren. Zudem bieten fast 80 Prozent der kommunalen und regionalen Telekommunikationsunternehmen bereits heute oder in Kürze einen diskriminierungsfreien Zugang für Wettbewerber an.

Gut zu wissen:

Open Access ist auch für User vorteilhaft. Sie erhalten schnelleres Internet und eine großzügigere Wahlfreiheit durch einen größeren Wettbewerb. Neben Ausbaukooperationen würde Open-Access dazu beitragen, den unrentablen Überbau von Netzen zu stoppen – und zugleich die Netzauslastung fördern. Das würde die Refinanzierung zukünftiger wie auch bereits realisierter Glasfasernetze erleichtern und damit die Kosten für den Glasfaserausbau senken.

 

Hier geht’s zur ganzen Umfrage

Über Denise Davidt

Als Content Creatorin ist Denise die kreative Wortakrobatin im Team der carrierwerke. Die studierte Medienkulturforscherin ist seit 2019 in der Telekommunikationsbranche tätig und im Marketing zu Hause. Seitdem hat sie einige Projekte erfolgreich geplant, betreut und umgesetzt.

DB broadband und carrierwerke – Pressemitteilung

DB broadband und carrierwerke entwickeln Stadtwerke zum Internetanbieter

Die Bahn-Tochter und der Dienstleister carrierwerke GmbH unterstützen künftig gemeinsam Stadtwerke bei der Entwicklung zu Telekommunikationsdienstleistern.

Walldorf, 22.03.2022: Die DB broadband GmbH und die carrierwerke GmbH unterstützen Stadtwerke in ganz Deutschland dabei, sich zu Telekommunikations-Netzbetreibern und -Diensteanbietern weiterzuentwickeln. Einen entsprechenden Rahmenvertrag haben beide Unternehmen unterzeichnet.

Dr. Christian Humpert, Geschäftsführer DB broadband:

„Stadtwerke sind zunehmend wichtige Partner, um Gigabitnetze in die Haushalte und Unternehmen zu bringen. Durch die Versorgung mit Gas, Wasser und Strom haben sie umfangreiche Erfahrungen im Auf- und Ausbau und dem Betrieb von Netzinfrastrukturen. Zudem sind die enge Kundenbindung und lokale Verankerung Vorteile gegenüber anderen Unternehmen und helfen Stadtwerken dabei, sich als Netzbetreiber sowie Telekommunikationsdienstleister erfolgreich zu etablieren.“

Michael Neska, Geschäftsführer carrierwerke:

„Durch die Kooperation mit der DB broadband ergeben sich viele Vorteile für unsere aktuellen und zukünftigen Kund:innen. Neben abgestimmten Prozessen und somit schnellen Reaktions- und Realisierungszeiträumen können wir auch Synergieeffekte zwischen verschiedenen Projekten heben. Dies sorgt für eine wirtschaftliche und zuverlässige Realisierung.“

Wichtigste Grundlage für die Weiterentwicklung von Stadtwerken zu Telekommunikationsdienstleistern ist die sogenannte Backbone-Anbindung des lokalen Glasfasernetzes an überregionale Internetknotenpunkte. Die DB broadband bietet mit der flächendeckenden Glasfaserinfrastruktur der Deutschen Bahn dafür optimale Voraussetzungen. Nahezu alle Stadtwerke können die Glasfaserkabel der DB innerhalb weniger Kilometer erreichen. Sie können die freien Kapazitäten in diesen Kabeln nutzen, um eigene Netze auf- und auszubauen und damit selbst Telekommunikationsdienstleistungen anzubieten.

Die carrierwerke als technischer Vordienstleister unterstützt dabei, diese Backboneanbindung und das lokale Netz aktiv zu betreiben und liefern Vorleistungsprodukte wie Internet, Telefonie und Fernsehen. Da sich die Vermarktung von Telekommunikationsprodukten teilweise deutlich von Energieprodukten unterscheidet, unterstützt sie Stadtwerke, Kommunen und andere Netzbetreiber außerdem mit durchdachten Tarif- und Marketingkonzepten, sowie Beratungsleistungen entlang der gesamten Wertschöpfungskette eines Internet Service Providers.

„Mit ihrem Leistungsportfolio und ihrer großen Erfahrung im Umgang mit Stadtwerken und Energieversorgern ergänzt die carrierwerke optimal unsere Bemühungen, Stadtwerke dazu zu ermutigen, sich zu einem Telekommunikationsanbieter weiterzuentwickeln.“ fasst Gunnar Wegener, Senior Key-Account-Manager DB broadband zusammen.

 

Über DB broadband

Die DB broadband vermarktet die freien Kapazitäten im Glasfasernetz der Deutschen Bahn. Dieses Netz verläuft entlang der Schienentrassen und umfasst mehr als 20.000 Kilometer. Bis 2026/2027 soll das gesamte Streckennetz der DB (33.400 km) mit Glasfaser versorgt sein.

Über carrierwerke GmbH

Die carrierwerke GmbH bietet Stadtwerken, Kommunen und Netzinhabern die gesamte Palette an Dienstleistungen an, um als Carrier und ISP nachhaltig im Telekommunikationsmarkt bestehen zu können. Die angebotenen Leistungen gehen weit über die eines klassischen technischen Dienstleisters hinaus. Neben der Lieferung von Diensten und dem Betrieb des Breitbandnetzes unterstützt die carrierwerke daher außerdem durch Softwarelösungen und umfangreiche Beratungsleistungen entlang der gesamten Wertschöpfungskette.

v.l.n.r.: Marco Zapf (carrierwerke), Dr. Christian Humpert (DB broadband), Michael Neska (carrierwerke), Gunnar Wegener (DB broadband)

Hier finden Sie die Pressemitteilung als PDF

Pressekontakt

carrierwerke GmbH
Heinrich-Hertz-Straße 11
69190 Walldorf

Jacqueline Thumm

presse@carrierwerke.de

Über Jacqueline Thumm

Jacqueline verantwortet als PR & Marketingmanagerin den Markenauftritt und die gesamte Öffentlichkeitsarbeit der carrierwerke. Anfang 2020 ist die studierte Kommunikationsspezialistin in die Telekommunikationsbranche gewechselt und hat seither diverse Projekte - sowohl für Kunden als auch intern - erfolgreich geplant, betreut und umgesetzt.

Unerlaubte Werbeanrufe auf Rekordhoch

Die Bundesnetzagentur berichtet in einer aktuellen Pressemitteilung dass die Zahl von Beschwerden über unerlaubte Werbeanrufe in 2021 so hoch war wie noch nie.

So gingen in 2021 79.702 Beschwerden über unerlaubte Werbeanrufe anbei der Bundesnetzagentur ein. Zum Vergleich: 2020 lag diese Zahl bei 63.273 Beschwerden, es kam in dieser Zeit also zu einem Zuwachs von 26%

„Im Jahr 2021 haben uns so viele Beschwerden zu unerlaubter Telefonwerbung erreicht wie noch nie. Wir gehen weiterhin mit Nachdruck gegen die Unternehmen vor, die unerlaubte Telefonwerbung betreiben“, sagt Jochen Homann, Präsident der Bundesnetzagentur. „Zudem ist die in vielen Fällen zu beobachtende Rufnummernunterdrückung bei Werbeanrufen ein weiterer schwerer Rechtsverstoß zulasten der Verbraucherinnen und Verbraucher sowie zulasten der rechtmäßig agierenden Wettbewerber. Mit der Verdreißigfachung des Bußgeldrahmens hat der Gesetzgeber klargestellt, dass eine Unterdrückung der Rufnummer bei Werbeanrufen inakzeptabel ist. Wir werden die Täter mit allen uns zur Verfügung stehenden Mitteln verfolgen.“

Über alle Branchen hinweg

Die Beschwerden betrafen besonders häufig Werbeanrufe zu Energieversorgungsprodukten. Gefolgt von Versicherungs- und Finanzierungsprodukten. Ein weiterer häufiger Beschwerdegrund waren aggressiv beworbene Zeitschriftenabonnements und Gewinnspiele.

Problem: Rufnummernunterdrückung

Im Rahmen ihrer Ermittlungen stellte die Bundesnetzagentur fest, dass auch die Anzahl an Werbeanrufen stieg, bei denen die Anrufer den Empfängern entweder gar keine Rufnummer anzeigten oder missbräuchlich eine häufig im Tagesrhythmus wechselnde falsche Rufnummer aufsetzten. Hierdurch machten sie es den Verbraucherinnen und Verbrauchern besonders schwer, Werbeanrufe zu erkennen und ihren Eingang zu verhindern. Zudem erschwerten die Anrufer mit ihrem verschleiernden Verhalten die Ermittlungen der Bundesnetzagentur wegen unerlaubter Telefonwerbung.

Früher mussten Täter mit Bußgeldern von 10.000€ rechnen. Diesen Bußgeldrahmen erhöhte der Gesetzgeber zum 1.Dezember 2021. Nun liegt dieser Wert bei 300.000€.

Im Jahr 2021 wurden wegen unerlaubter Telefonwerbung und Rufnummernunterdrückung bei Werbeanrufen Bußgelder in einer Gesamthöhe von 1.435.000 Euro verhängt. Auch dies stellt im Vergleich zu den letzten Jahren eine nochmalige Steigerung dar (zum Vergleich: 2020: 1.351.500€; 2019: 1.309.500€; 2018: 1.105.000€).

Bei diesem Trend und dem erhöhten Bußgeldrahmen kann für das Jahr 2022 wohl von einer weiteren deutlichen Steigerung ausgegangen werden.

Meinung carrierwerke

Die Zahlen zeigen einmal mehr, wie wichtig der gute und direkte Draht zu seinen Endkundinnen und Endkunden ist. Denn für unsere Partner wie Stadtwerke und Energieversorger sind solche Methoden nicht nötig. Diese kommunizieren fair, transparent und auf Augenhöhe. Darauf legen die Verbraucherinnen und Verbraucher wert.

Deshalb empfehlen wir unseren Partnern stets, Kundenberatung und Erststörungsannahme nicht aus der Hand zu geben, sondern mit dem eigenen, motivierten und kompetenten Team zu bearbeiten. Dies ist ausschlaggebend für die Qualität der Kundenberatung und schlussendlich ausschlaggebend für eine enge und loyale Kundenbindung.

Über Daniel Röcker

Daniel verantwortet bei den carrierwerken als Prokurist die Bereiche Vertrieb & Marketing. Der studierte Bankkaufmann hat in seiner über 6-jährigen Branchenerfahrung diverse Projekte in verantwortlicher Position erfolgreich umgesetzt. Durch seine langjährige leitende Tätigkeit bei einem technischen Dienstleister und zuletzt auch als Geschäftsführer eines Internet Service Providers ist er mit den Anforderungen aller Akteure am Markt bestens vertraut.

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