Vom ISP zum „HIGH“-SP

Automatisierung als Erfolgsfaktor für Stadtwerke-ISPs

Von Michael Neska, carrierwerke

Warum viele Stadtwerke operativ an ihre Grenzen stoßen

Der eigenwirtschaftliche Glasfaserausbau verliert bundesweit zunehmend an Dynamik. Steigende Tiefbaukosten, höhere Zinsen und eine zurückhaltendere Investitionsbereitschaft bremsen viele Projekte spürbar aus. Förderprogramme tragen aktuell maßgeblich dazu bei, die Ausbauquoten aufrechtzuerhalten und notwendige Infrastrukturvorhaben weiterhin wirtschaftlich darstellbar zu machen.

Gerade in dieser Marktphase eröffnet sich jedoch eine besondere Chance für Stadtwerke: Mit ihrer regionalen Verankerung, bestehenden Netzinfrastrukturen, Kundenbeziehungen und Erfahrung im Infrastrukturbetrieb verfügen sie über deutlich bessere Voraussetzungen als rein kapitalgetriebene Marktteilnehmer. Für viele kommunale Versorger ist jetzt der strategisch richtige Zeitpunkt, Aktivitäten im Glasfasermarkt neu zu starten oder gezielt auszubauen.

Gleichzeitig wachsen die Erwartungen der Kunden weiter: schnelle Aktivierung, stabile Dienste, transparente Kommunikation und wettbewerbsfähige Preise bleiben zentrale Erfolgsfaktoren – unabhängig von der Marktdynamik.

Während die Infrastruktur skaliert, halten operative Prozesse häufig nicht Schritt. Vielerorts zeigt sich ein ähnliches Bild: kleine Teams, steigende Komplexität, Fachkräftemangel im Netzbetrieb und gewachsene, teils manuelle Prozesslandschaften zwischen Vertrieb, Technik und Buchhaltung. Medienbrüche, Excel-basierte Zwischenlösungen und manuelle Abstimmungen bremsen die Effizienz.

Die Folge: steigende interne Aufwände, höhere Fehlerquoten und zunehmender Kostendruck.

Die zentrale Erkenntnis lautet daher:
Wer Telekommunikation langfristig wirtschaftlich betreiben will, braucht durchgängige Automatisierung – nicht nur einzelne Insellösungen.

Vom Infrastrukturbetreiber zum Serviceanbieter: Der strukturelle Wandel

Stadtwerke sind traditionell in stabilen, langfristig planbaren Geschäftsmodellen verankert. Energie- und Versorgungsinfrastrukturen folgen regulatorischen und technischen Zyklen mit hoher Kontinuität. Telekommunikation hingegen ist dynamisch, innovationsgetrieben und wettbewerbsintensiv.

Mit dem Einstieg in das Glasfasergeschäft verändert sich nicht nur das Produktportfolio, sondern die gesamte Prozesslogik. Open Access und Vorleistungsmodelle erhöhen die organisatorische und technische Komplexität. Neue Dienste wie VoIP, IPTV und Smart City mit neuen Anforderungen erweitern das Leistungsangebot – und damit auch die Anforderungen an Provisionierung, Monitoring und Abrechnung.

Bewährte Strukturen aus dem Energieumfeld stoßen hier an Grenzen. Telekommunikation ist kein reines Infrastrukturgeschäft, sondern ein serviceorientiertes Betriebsmodell.

Automatisierung ist daher nicht lediglich eine Effizienzmaßnahme, sondern eine strukturelle Voraussetzung, um Telekommunikation als eigenständiges Geschäftsfeld professionell zu betreiben. Wer hierbei nicht bereit ist, alte Strukturen und Abläufe abzulegen, läuft Gefahr, auf der Strecke zu bleiben.

BSS/OSS als zentrales Nervensystem

Operations Support Systeme (OSS) und Business Support Systeme (BSS) sind weit mehr als Abrechnungssysteme. Sie bilden das operative Fundament des Telekommunikationsgeschäfts und steuern zentrale End-to-End-Prozesse:

  • Order-to-Cash – vom Auftrag bis zur Rechnungsstellung
  • Trouble-to-Resolve – von der Störung bis zur vollständigen Behebung

Nur wenn diese Prozesse systemübergreifend integriert sind, entsteht Transparenz über Status, Ressourcen und Servicequalität.

In vielen Stadtwerken dominieren jedoch heterogene Systemlandschaften mit zahlreichen Schnittstellen und „Schattenprozessen“. Excel-Listen und manuelle Datenübertragung verhindern Datenkonsistenz und erschweren Skalierung.

Ein API-First-Ansatz zur Integration von GIS, NMS, CRM und Finanzbuchhaltung schafft hier die notwendige Systemkohärenz. Schnittstellen werden dabei nicht als technisches Detail verstanden, sondern als strategischer Enabler. Ohne integrierte Plattformarchitektur bleibt echte End-to-End Automatisierung unerreichbar.

Automatisiertes Fulfillment: Vom Auftrag zur Aktivierung ohne Reibungsverluste

Im Fulfillment entscheidet sich, ob aus einem Auftrag schnell ein aktiver Anschluss wird. Jeder manuelle Zwischenschritt verlängert die Time-to-Activate und bindet Ressourcen.

Ein automatisiertes Fulfillment umfasst:

  • Digitale Auftragserfassung
  • Automatische Produkt- und Ressourcenprüfung
  • Zero-Touch-Provisioning von ONT, CPE und VoIP
  • Automatisierte Termin- und Einsatzplanung

Gerade in Ausbaugebieten mit individuellen Rahmenbedingungen entstehen sonst zahlreiche Sonderprozesse und manuelle Abstimmungen zwischen Abteilungen.

Die Effekte sind messbar: reduzierte Fehlerraten, weniger Nachbearbeitung, schnellere Umsatzrealisierung und höhere Prozessstabilität. Automatisierung im Fulfillment ist damit ein zentraler Hebel zur wirtschaftlichen Skalierung.

Automatisierung im Netzbetrieb: Von reaktive zu proaktive

Traditionell beginnt Entstörung, wenn Kunden eine Beeinträchtigung melden. Moderne Netzbetriebsmodelle setzen deutlich früher an.

Proaktives Monitoring erkennt Störungen im Netz, bevor sie flächendeckend wahrgenommen werden. Automatisierte Ticket-Erstellung, intelligente Priorisierung und Echtzeit-SLA-Überwachung sorgen für strukturierte Abläufe. Self-Healing-Mechanismen – etwa automatisierte Neustarts oder Remote-Konfigurationsanpassungen – reduzieren manuelle Eingriffe zusätzlich.

Das Ergebnis:

  • Geringerer Aufwand pro Störung
  • Schnellere Wiederherstellung der Dienste
  • Höhere wahrgenommene Servicequalität

Dadurch sind Stadtwerke nicht mehr auf Kundenmeldungen als Störungsindikator angewiesen und der Nutzen ist doppelt: weniger Aufwand pro Störung und höhere wahrgenommene Servicequalität. Automatisierung erhöht also nicht nur Effizienz, sondern stärkt die Wettbewerbsposition im regionalen Markt.

Self-Service & Automatisierung im Kundenmanagement

Ein erheblicher Teil eingehender Serviceanfragen betrifft Standardvorgänge: Ohne Self-Service-Strukturen entstehen unnötige Ticketvolumina und vermeidbare OPEX.

Die Nutzung von Kundenportalen ermöglichen dem Endkunden, schnelle Änderungen in seinem Vertrag selbst vorzunehmen, Tarifupgrades zu buchen oder Rufumleitungen einzurichten – ohne dabei die Kundenzufriedenheit zu opfern. Voraussetzung ist eine konsistente Datenbasis und eine durchgängige Prozesskopplung zwischen CRM, Provisionierung und Abrechnung. Nur bei einer gemeinsamen „Single Source of Truth“ entfaltet Self-Service sein volles Potenzial.

Automatisierung ersetzt dabei nicht den menschlichen Kontakt, sondern entlastet Mitarbeitende von Routinetätigkeiten und schafft Raum für wertschöpfende Aufgaben.

Datenqualität: Der unterschätzte Erfolgsfaktor

In der Praxis scheitert Automatisierung selten an der Idee – sondern an unstrukturierten oder inkonsistenten Daten.

Konsistente Netz- und Adressdaten, synchronisierte Systeme (GIS, NMS, BSS) und automatisierte Plausibilitätsprüfungen bilden die Grundlage für:

  • Exakte Verfügbarkeitsprüfungen
  • Fehlerfreie Provisionierung
  • Transparente SLA-Überwachung
  • Skalierbare Ausbauplanung

Datenqualität ist keine Nebenaufgabe, sondern strategische Kernaufgabe. Wer hier frühzeitig Standards etabliert, legt das Fundament für nachhaltige Prozessautomatisierung.

Wirtschaftlichkeit und Skalierung

Automatisierung wirkt sich direkt auf betriebswirtschaftliche Kennzahlen aus. Die Minimierung der Schnittstellen und damit verbundene Senkung der Fehlerkosten ermöglichen den Stadtwerken eine deutliche Reduzierung von OPEX und eine verkürzte Time-to-Revenue. Dadurch erschließen sich neue Gelegenheiten in der Skalierbarkeit von neuen Anbaugebieten und der Ausweitung der bestehenden Geschäftsfelder.

Darüber hinaus eröffnen sich neue Geschäftsmodelle wie Multi-Mandanten- oder White-Label-Strukturen. Automatisierte Plattformen ermöglichen es, zusätzliche Partner effizient anzubinden und bestehende Infrastrukturen besser auszulasten.

Automatisierung ist damit keine reine Kostenposition, sondern eine Investition in nachhaltige Marge und strategische Handlungsfähigkeit.

Open Access & Wholesale-Prozesse automatisieren

Open-Access-Modelle erhöhen die Komplexität – bieten aber zugleich erhebliches Wachstumspotenzial.

Automatisierte Wholesale-Prozesse ermöglichen digitale Partner-Onboarding-Prozesse, standardisierte Bestellschnittstellen und eine automatisierte Abrechnung.

Statt manueller Abstimmungen entstehen klar definierte, systemgestützte Abläufe. Open Access wird so vom organisatorischen Belastungsfaktor zum skalierbaren Kooperationsmodell.

Organisation & Change: Automatisierung ist mehr als Technik

Um die optimalen Bedingungen für eine erfolgreiche End-to-End Automatisierung zu schaffen, muss in erster Linie erkannt werden, dass es sich nicht um ein isoliertes IT-Projekt handelt. Sie erfordert organisatorische Klarheit und strukturelle Anpassung.

Erfolgsentscheidend sind:

  • Standardisierung statt individueller Sonderlösungen
  • Klare Prozessverantwortlichkeiten
  • Governance über die Systemlandschaft
  • Rollenentwicklung hin zu Prozesssteuerung und Qualitätssicherung

Der Wandel vom ISP zum HIGH-SP gelingt nicht durch das nächste Einzeltool, sondern durch eine klare Zielarchitektur, saubere Daten und standardisierte Abläufe.

Fazit: Vom Glasfasernetz zum digital gesteuerten Geschäftsmodell

Stadtwerke verfügen über ein enormes Potenzial im Telekommunikationsmarkt – regionale Verankerung, Vertrauen und infrastrukturelle Kompetenz.

Doch der langfristige Erfolg hängt nicht allein vom Netzausbau ab. Entscheidend ist operative Exzellenz.

Wer Prozesse automatisiert und Systeme integriert, schafft Skalierbarkeit, Servicequalität und wirtschaftliche Stabilität. So wird aus dem Glasfasernetz Schritt für Schritt ein digital gesteuertes Geschäftsmodell – und aus dem klassischen ISP ein „HIGH“-SP.

 

Dieser Beitrag erschien zuerst in der Cable!Vision Europe 02/26.

Falls Sie zum Thema fragen haben, sprechen Sie uns gerne auf den fiberdays26 in Frankfurt darauf an – wir sind in Halle 3.1 am Stand E26 und freuen uns über Ihren Besuch.

carrierwerke realisieren ISP-Start für Stadtwerke Osnabrück

Pressemitteilung

carrierwerke unterstützen Stadtwerke Osnabrück beim Aufbau eigener ISP-Endkundenmarke 

Heubach, 02.03.2026 – Die Stadtwerke Osnabrück gehen den nächsten Schritt in Richtung digitale Zukunft: Gemeinsam mit der carrierwerke GmbH hat das kommunale Unternehmen einen eigenen Internet-Service-Provider mit Endkundenmarke aufgebaut. Damit haben die Stadtwerke die technische und organisatorische Grundlage geschaffen, eigene Glasfaserprodukte anzubieten und als regionaler Telekommunikationsanbieter aufzutreten.  

Kundinnen und Kunden in Osnabrück und in Wallenhorst profitieren damit von leistungsstarken Glasfaseranschlüssen sowie Internet-, Telefonie- und TV-Diensten direkt von ihrem kommunalen Versorger – mit regionaler Verantwortung, hoher Servicequalität und persönlicher Betreuung vor Ort. Die Stadtwerke stärken so ihre Rolle als integrierter Infrastrukturpartner und digitaler Versorger in der Region. Die carrierwerke begleiten die Stadtwerke Osnabrück als White-Label-Partner beim gesamten Aufbau und Betrieb des neuen ISP-Angebotes. Dazu gehören die Bereitstellung der Telekommunikationsdienste, die Integration intelligenter Softwarelösungen der appwerke sowie die Unterstützung bei der Etablierung aller erforderlichen Systeme und Prozesse – von der Produktbereitstellung bis zur operativen Umsetzung. 

Daniel Waschow, Vorstandsvorsitzender der Stadtwerke Osnabrück sagt:

Als Stadtwirker entwickeln wir unser Leistungsportfolio konsequent weiter, um die Menschen in unserer Region zuverlässig mit moderner Infrastruktur und digitalen Services zu versorgen. Der Aufbau einer eigenen ISP-Endkundenmarke ist für uns ein wichtiger strategischer Schritt. Mit der Unterstützung der carrierwerke schaffen wir die technischen Voraussetzungen, um unseren Kundinnen und Kunden künftig leistungsstarke Glasfaserprodukte mit der gewohnten Servicequalität und regionalen Nähe anbieten zu können.“ 

Michael Neska, Geschäftsführer der carrierwerke GmbH, ergänzt:

Mit den Stadtwerken Osnabrück unterstützen wir einen starken kommunalen Partner beim Einstieg in den Telekommunikationsmarkt. Unser Ziel ist es, die technische Komplexität im Hintergrund zu übernehmen und den Stadtwerken einen schnellen, effizienten und nachhaltigen Markteintritt als Internetanbieter zu ermöglichen. Gemeinsam schaffen wir die Grundlage für ein zukunftsfähiges Telekommunikationsangebot der Stadtwerke Osnabrück und stärken damit die digitale Infrastruktur in der Region.“

Mit dem Aufbau der eigenen ISP-Endkundenmarke erweitern die Stadtwerke Osnabrück ihr Leistungsportfolio gezielt um den Zukunftsbereich Telekommunikation. Die Zusammenarbeit mit carrierwerke ermöglicht es ihnen, ihre Glasfaserstrategie effizient umzusetzen und ihre Kundinnen und Kunden künftig mit leistungsstarken digitalen Diensten aus einer Hand zu versorgen. 

Über die Stadtwerke Osnabrück

Die Stadtwerke Osnabrück sind zentraler kommunaler Infrastrukturdienstleister in der Region Osnabrück. Sie bieten ein breites Leistungsspektrum in den Bereichen Energie, Wärme, Wasser, Mobilität, Telekommunikation sowie Bäder und Wohnen. Mit ihren mehr als 1.400 Mitarbeitenden engagieren sich die Stadtwerke für eine sichere, nachhaltige und zukunftsorientierte Versorgung. Als modernes Infrastrukturunternehmen leisten sie einen wichtigen Beitrag zur Lebensqualität und Standortentwicklung in Stadt und Region Osnabrück.  

Über carrierwerke GmbH

Die carrierwerke GmbH unterstützt Stadtwerke, Kommunen und Netzbetreiber beim Aufbau und Betrieb eigener Telekommunikationsangebote. Das Unternehmen bietet die gesamte Wertschöpfungskette für den erfolgreichen Betrieb als Carrier und Internet-Service-Provider – von technischen Diensten über Softwarelösungen, Enablement bis hin zum Fulfillment. carrierwerke ist Teil der Telekommunikationsplattform www.carma.de und gehört zur Chapters Group AG, die sich mit ihren rund 1.000 Mitarbeitenden auf Mission Critical“-Digital Solutions spezialisiert hat. 

 

Pressekontakt: 

carrierwerke GmbH
Hauptstraße 71
73540 Heubach 

 

Annick Rischar
marketing@carrierwerke.de 

 

Hier finden Sie die Pressemitteilung als PDF!

Potenziale, Projekte und Partnerschaften

Digitale Infrastrukturen sind weit mehr als nur schnelle Datenleitungen – sie sind heute ein zentraler
Bestandteil kommunaler Zukunftsstrategien. Stadtwerke stehen dabei im Zentrum eines tiefgreifenden Wandels:
Vom reinen Versorger hin zum digitalen Enabler für Bürgerinnen, Bürger und Unternehmen.
Wir werfen einen detaillierten Blick auf die Chancen, Herausforderungen und Best Practices, mit denen Stadtwerke diesen Wandel aktiv mitgestalten.

Von Michael Neska, carrierwerke

 

Die Digitalisierung ist zur vierten Säule der Daseinsvorsorge geworden. Neben Strom, Wasser und Wärme verlangen Bürgerinnen
und Bürger heute eine ebenso verlässliche und leistungsstarke Internetanbindung. Insbesondere Stadtwerke stehen dabei im Fokus: Als vertrauenswürdige, regionale Akteure werden sie von vielen Kommunen als natürlicher Partner für den Auf- und
Ausbau digitaler Infrastrukturen gesehen. Ihre lokale Präsenz, ihr Verständnis für regionale Besonderheiten und ihre Nähe zu Verwaltung und Bevölkerung machen sie zu idealen Trägern für digitale Innovationen. Stadtwerke haben darüber hinaus den
Vorteil, bereits über gewachsene Infrastrukturen, etablierte Kundenbeziehungen und fundierte technische Kompetenzen zu verfügen. Diese Ausgangslage ist ein wesentlicher Vorteil beim Aufbau digitaler Angebote, sei es für Bürgerinnen und Bürger oder Unternehmen. Zudem können sie als Plattformbetreiber für digitale kommunale Anwendungen fungieren – etwa für E-Government, Verkehrssteuerung oder Smart Home-Angebote. Durch diese Vernetzung eröffnen sich neue Geschäftsmodelle jenseits klassischer Versorgung.

Von der Energie- zur Dateninfrastruktur: Warum Stadtwerke jetzt aktiv werden

Die Digitalisierung von Energieversorgung, Verwaltung, Bildung und Wirtschaft funktioniert nur mit einer leistungsfähigen Netzinfrastruktur. Für viele Stadtwerke bedeutet das eine strategische Erweiterung ihres Geschäftsmodells. Glasfaserinfrastruktur, LoRa-WAN, 5G-Campusnetze oder Rechenzentren sind keine Fremdwörter mehr, sondern Teil kommunaler Innovationsstrategien. Die Motivationen der Stadtwerke für den Netzausbau sind vielfältig: Regionale Entwicklung und Standortattraktivität stärken, wirtschaftliche Unabhängigkeit und Wertschöpfung vor Ort sichern, steuerbare Infrastruktur
für Smart-City- und Smart-Energy-Anwendungen schaffen.

Darüber hinaus rücken Themen wie digitale Souveränität und Datenhoheit in den Fokus. Wer die Kontrolle über die eigene digitale Infrastruktur hat, kann diese im Sinne der Kommune und ihrer Bürgerinnen und Bürger gestalten – unabhängig von überregionalen Großanbietern oder marktbeherrschenden Konzernen. Gerade in Zeiten wachsender Cyber-Bedrohungen, internationaler Unsicherheiten und steigender Anforderungen an Datenschutz ist diese Eigenverantwortung von strategischem Wert.

Zudem wirken sich digitale Infrastrukturen unmittelbar auf die Wettbewerbsfähigkeit der Region aus. Unternehmen siedeln sich dort an, wo leistungsfähiges Internet verfügbar ist. Gleichzeitig entstehen durch Smart-City-Projekte neue Mehrwerte im kommunalen Alltag – etwa durch vernetzte Parkraumbewirtschaftung, smarte Straßenbeleuchtung oder digitale Mülleimer. Der Wandel zur Dateninfrastruktur ist nicht nur notwendig, sondern auch ein zentraler Motor für kommunale Innovation.

Glasfaser: Der Backbone für Digitalisierung und Energiewende

Glasfasernetze bilden das technische Fundament für digitale Transformation. Ohne sie lassen sich intelligente Stromnetze,
E-Mobilität oder Fernwärme ebenso wenig zukunftssicher betreiben wie vernetzte Industrie- und Gesundheitsanwendungen. Trotzdem hinkt Deutschland im EU-Vergleich beim Glasfaserausbau hinterher. Die Ursachen sind vielfältig. Vergangene politische Entscheidungen oder auch hohe Ausbaukosten seien hier nur beispielhaft genannt. Umso wichtiger ist es, dass Stadtwerke diese Lücken schließen – oft mithilfe erfahrener Dienstleister.

Gleichzeitig wird Glasfaser zum Bindeglied zwischen Klimazielen und digitalen Lösungen. Denn nur mit digital gesteuerten Netzen lassen sich volatile Energiequellen wie Wind und Sonne effizient integrieren. Smart Meter, Lastmanagement, dezentrale Erzeugung, Elektromobilität – all das benötigt stabile und schnelle Datenverbindungen. Glasfaser wird somit zur Infrastruktur für Nachhaltigkeit.

Hinzu kommt: Die Glasfaser ist nicht nur schneller, sondern auch nachhaltiger als andere Technologien. Sie verbraucht im Betrieb deutlich weniger Energie als kupferbasierte Netze, ist langlebig und wartungsarm. Für Stadtwerke, die ohnehin ökologische Verantwortung übernehmen, ist das ein weiteres Argument für den flächendeckenden Ausbau.

Lösungen für Stadtwerke: White-Label-Modelle und Know-how-Partnerschaften

Mit dem Konzept „Ihr Netz. Unsere Dienste.“ unterstützen die carrierwerke Stadtwerke umfassend dabei, eigene Telekommunikationsangebote aufzubauen – vom Netzbetrieb bis zur Kundenbetreuung. Privat- und Geschäftskunden erhalten dabei leistungsstarke Internetzugänge, moderne VoIP-Telefonie sowie IPTV-Angebote, die individuell gebrandet und regional vermarktetwerden können.

Auch der technische Betrieb wird abgedeckt: Die carrierwerke übernehmen das Netzmanagement, die Entstörung im Fehlerfall sowie ein kontinuierliches 24/7-Monitoring zur Sicherstellung der Dienstqualität. Für Kundinnen und Kunden steht ein intuitives Online-Portal zur Verfügung, das Verwaltung und Kommunikation vereinfacht.

Die Abrechnung erfolgt zuverlässig und automatisiert, ergänzt durch persönlichen Support und definierte Service-Level-Agreements (SLA), die Planungssicherheit geben. Damit das Stadtwerk auch langfristig eigenständig agieren kann, werden gezielte Schulungen angeboten – von der Technik bis zum Kundenservice. So entsteht Schritt für Schritt ein eigenständiges, digitales Leistungsangebot mit kommunalem Gesicht.

Ein wichtiger Aspekt dieser Partnerschaften ist der Know-how-Transfer: Stadtwerke bauen nicht nur ihre Infrastruktur aus, sondern entwickeln gleichzeitig digitale Kompetenzen inhouse weiter. Dadurch entsteht langfristige Unabhängigkeit und Innovationskraft. Schulungen, technischer Support und gemeinsames Projektmanagement sorgen dafür, dass das Know-how nicht bei den Dienstleistern verbleibt, sondern im kommunalen Unternehmen verankert wird.

Diese White-Label-Modelle ermöglichen es Stadtwerken zudem, ohne langwierige Eigenentwicklungen schnell marktfähige
Produkte anzubieten. Dabei profitieren sie von optimierten Prozessen, automatisierten Kundenservices und einem erfahrenen Partnermanagement. So entsteht eine skalierbare Lösung mit lokalem Gesicht – ein Erfolgsmodell für viele kommunale Akteure.

Praxisbeispiel: Neustart mitPerspektive

Ein erfolgreiches Beispiel ist das Unternehmen Glasfaser Direkt (GFD), das mithilfe der carrierwerke seine Dienste neu aufgestellt hat. Nach wirtschaftlich schwierigen Jahren gelang ein erfolgreicher Neustart: Das Netz bleibt in der Hand der GFD, während Dienste, Plattformbetrieb und Support von den carrierwerken geliefert werden. Die GFD konzentriert sich auf Kundennähe, Netzerweiterung und Markenaufbau.

Das Beispiel zeigt, wie wichtig es ist, Kompetenzen zu bündeln, ohne die
Eigenständigkeit zu verlieren. Besonders kleinere und mittelgroße Stadtwerke profitieren von solchen Kooperationen: Sie
bleiben Herr über ihr Netz, sparen aber Ressourcen bei Betrieb und Service – und können sich auf ihre Stärken konzentrieren:
Nähe zur Kundschaft, regionale Verantwortung und langfristige Planungssicherheit.

Darüber hinaus bietet das Modell auch Raum für künftige Entwicklungen: Ob WLAN im ÖPNV, Sensorik in der Stadt oder kommunale Plattformdienste – die technische Grundlage ist gelegt, die Skalierung gesichert. Stadtwerke erhalten damit ein echtes Zukunftsinstrument an die Hand.

VKU-Stadtwerkekongress 2025: Verstehen. Verbinden. Vernetzen.

Vom 30. September bis 1. Oktober 2025 findet der VKU-Stadtwerkekongress in Mainz statt. Unter dem Motto „Verstehen. Verbinden. Vernetzen.“ werden die Themen diskutiert, die die Branche bewegen – und dabei auch gleich Lösungen für die drängendsten Herausforderungen aufgezeigt. Die carrierwerke werden ebenfalls vor Ort sein und den Austausch mit Vertreterinnen und Vertretern aus der kommunalen Familie suchen. Besuchen Sie uns gerne an unserem Stand. Wir freuen uns!

Fazit: Infrastrukturhoheit als kommunale Zukunftsstrategie

Stadtwerke sind prädestiniert dafür, digitale Infrastrukturen im Sinne ihrer Kommune auszubauen. Mit starken Partnern, erprobten Modellen und technischer Skalierung lassen sich digitale Dienstleistungen bedarfsgerecht, wirtschaftlich und bürgernah realisieren. Digitale Teilhabe, Standortentwicklung, Energieeffizienz und smarte Kommunen – all das beginnt mit einem leistungsfähigen Netz. Und Stadtwerke liefern es.

Wer in den kommenden Jahren erfolgreich sein will, braucht eine klare Digitalstrategie – und die beginnt mit dem richtigen Infrastrukturpartner. Stadtwerke, die heute handeln, sichern sich nicht nur technologische Souveränität, sondern auch die Loyalität ihrer Kundinnen und Kunden. Diese schafft Synergien mit anderen Geschäftsbereichen und bindet auch die vorhandenen Kunden, beispielsweise im Stromsektor. Sie werden zu Architekten der kommunalen Zukunft.

Gleichzeitig sichern Stadtwerke mit ihren Digitalprojekten den Anschluss an eine zunehmend vernetzte Gesellschaft. Sie werden zu Innovationstreibern für smarte Lebensräume, schaffen Grundlagen für Bildung, Wirtschaft und Gesundheit – und zeigen, wie öffentliches Engagement zum digitalen Fortschritt führen kann.

Dieser Beitrag erschien zuerst in der Cable!Vision Europe 04/25.

ANGA COM 25 – der zentrale Treffpunkt der TK-Branche

Die ANGA COM steht vor der Tür 

Europas führende Messe für Breitband, Fernsehen und Online öffnet vom 03. – 05. Juni 2025 ihre Tore. In Köln treffen sich Netzbetreiber, Ausrüster und Inhalteanbieter zu allen Fragen der Breitband- und Mediendistribution.  

Den Besucher erwarten 480 Aussteller aus 35 Ländern. Zuletzt waren 23.000 Teilnehmer dabei und die Tendenz ist steigend! 

Die Topthemen dieses Jahr sind Gigabit-Netze, FTTH, 5G, OTT, Cloud TV, Video Streaming, Künstliche Intelligenz, Smart City und Smart Home. 

Dieses Jahr finden Sie uns auf dem Stand A 40 in Halle 8. Gemeinsam mit unserem Kooperationspartner Huawei Deutschland präsentieren wir Ihnen dort unsere neuesten Lösungen und Innovationen. 

Messen leben von guten Gesprächen, vielen Kontakten und vielleicht dem ein oder anderen Kaffee oder Gin Tonic. Wir freuen uns deshalb sehr, Sie auch in diesem Jahr wieder an unserem Stand anzutreffen und bei unserer Gin-Party am 2. Messetag ab 16 Uhr mit Ihnen anzustoßen.  

Halle 8, Stand A 40 

Die Anmeldung für Kongress- oder Messebesucher ist ab sofort online unter  www.angacom.de  möglich. 

Sie haben noch kein Ticket?

Das lässt sich ändern, denn über uns erhalten Sie kostenfreie Tickets – sprechen Sie uns an! 

 

nextgen startet durch

Dieses Jahr waren die Fiberdays in Wiesbaden etwas ganz Besonderes für uns. Auf der Messe haben wir nämlich unter anderem den Auftakt unseres neuen Netzwerkes gefeiert. Wir erzählen, wie unsere Premiere lief und welche Eindrücke wir mitnehmen konnten.

Auftakt auf den Fiberdays24

Gemeinsam mit dem BREKO haben wir das Netzwerk nextgen ins Leben gerufen. Am ersten Messetag der Fiberdays war es gleich so weit: Wir durften im Rahmen eines Panels den Auftakt dieser Initiative feiern. Dabei ging es um das Thema „Wie kann die TK-Branche ihre Attraktivität für junge Fachkräfte erhöhen?“

Zu Gast waren Julia Gebert (Leiterin Öffentlichkeitsarbeit, Gigabitbüro des Bundes), Manuel Kaster (Senior Manager Sales & Key Account Management, metrofibre), Inga Oehl Geschäftsführerin TKRZ Stadtwerke GmbH) und Tony Hammer Geschäftsführer, Elektronik Hammer). Die Moderation haben Alicia Stengel (Leiterin Strategieprojekte & Marketing BREKO und unsere Kollegin und Marketing Teamleiterin Jacqueline Thumm übernommen. 

©BREKO/Henning Hattendorf

Und los geht es! Wir kommen ins Gespräch.

Spannend war für uns, das erste Mal vor unserer Zielgruppe zu sprechen. Bei nextgen sind grundsätzlich alle willkommen, unabhängig von Hintergrund und Erfahrung. Was nextgen dennoch besonders macht: Wir wollen vor allem junge Menschen jeden Geschlechts ansprechen, die in der Telekommunikations-Branche unterrepräsentiert sind. Es war toll, auf genau diese vielen interessierten Menschen zu treffen.

Unser Ziel ist es, mit unserem Netzwerk nextgen den offenen Austausch zur zukünftigen Gestaltung der Telekommunikations-Branche anzuregen. Dadurch möchten wir die Sicht auf neue Arbeitsweisen lenken und innovative Technologien in den Diskurs nehmen.

©BREKO/Henning Hattendorf

Was willst du mal werden? Mehr Sichtbarkeit für Berufe in der Telekommunikations-Branche.

Im Rahmen der Podiumsdiskussion konnten wir viele verschiedene Themen ansprechen. Der Tenor war durchwegs positiv. Die TeilnehmerInnen fühlen sich in der TK-Branche wohl und empfinden das Arbeiten in eben dieser als bereichernd. Doch warum sind junge Menschen nach wie vor unterrepräsentiert? Im Rahmen der Diskussion konnten wir einzelne Gründe benennen.

So sind wir zum Beispiel zu dem Schluss gekommen, dass im Bereich der Ausbildungsberufe noch einiges zu tun ist. Denn der Dschungel an Berufsbezeichnungen ist undurchsichtig und in Bezug auf den TK-Sektor oft irreführend. Generell stand für die TeilnehmerInnen fest, dass die Aufmerksamkeit für diese Berufe erhöht werden sollte und einige Berufsbilder besser etabliert werden müssten, was sich auch an der Zahl der QuereinsteigerInnen zeige.

Ein weiterer Grund, der sich im Rahmen des Panels herauskristallisierte: Der Zugang zur TK-Branche fehlt meist. Im Rahmen der Ausbildung – sei es Abitur, Berufsschule oder Studium – haben die wenigsten die Telekommunikations-Branche auf dem Schirm. Die Industrie, der Bankensektor oder soziale Berufe liegen auf der Hand und sind auch allgegenwärtig. Im Vergleich dazu gerät die TK-Branche eher in Vergessenheit.

©BREKO/Henning Hattendorf

Wie willst du mal arbeiten? Mehr Individualtät im Unternehmen fördert Zufriedenheit.

Des Weiteren haben wir uns mit dem Thema Bewerbung und Integration im Unternehmen beschäftigt. So erhielten wir beispielsweise Einblicke in Bewerbungsprozesse und worauf hier geachtet wird. Einen Techniker für Systemintegration zu zwingen, sich in einem Hemd in das Bewerbungsgespräch zu setzen, wird Unwohlsein auslösen, ist antiquiert und unnötig. Die BewerberInnen dort abzuholen, wo sie sowieso sind – das ist die Devise. Je nach Berufsfeld sind die Eigenschaften unterschiedlich. Das sollte immer berücksichtigt werden.

Um junge Menschen auch langfristig ins Unternehmen zu integrieren, sind ebenfalls Ansätze gefragt. Auch darüber konnten wir im Panel sprechen. Nicht jede Person hat die gleichen Ziele. Das muss klar sein, um individuell agieren zu können. Junge Menschen sollen laut der PanelteilnehmerInnen die Möglichkeit erhalten, sich zu entwickeln, Verantwortung zu übernehmen und zu wachsen. Doch dazu gehört auch ganz klar eine angemessene Fehlerpolitik und damit einhergehend das Wissen, dass es menschlich ist, Fehler zu machen. Schließlich könne man aus Fehlern lernen und sich dadurch verbessern.

©BREKO/Henning Hattendorf

Alles in allem zeigte die Diskussionsrunde ein Abbild der aktuellen Situation und Herausforderungen für junge Beschäftigte in der Telekommunikationsbranche. Außerdem war es möglich, viel Input und Ideen für den weiteren Austausch und zukünftige Projekte zu sammeln.

Nächster Halt: Speed Networking

Die Diskussionsrunde war die perfekte Grundlage für einen tieferen Austausch. Im Anschluss an unser Panel ging es daher mit einem Speed Networking weiter.

Uns war es wichtig, dass wir auch die Möglichkeit anbieten, sich untereinander zu vernetzen. Denn erst durch Networking und Kooperation schaffen wir neue Ideen für morgen.

Wir wollen ehrlich sein: Wir hatten uns viel erhofft, doch der große Zuspruch hat uns überwältigt. Zahlreiches Erscheinen, angeregter Austausch und auch im Nachgang durchweg positives Feedback bestätigen uns darin, dass wir mit nextgen den Nerv der Zeit getroffen haben.

Unser Fazit:

Das Panel und das Speed Networking auf den Fiberdays waren ein voller Erfolg! Gleichzeitig war das erst der Anfang, denn viele spannende Projekte werden folgen.

Wir freuen uns, dass es unser Netzwerk in die Öffentlichkeit geschafft hat und sich die ersten Menschen bereits vernetzt haben.

carrierwerke unterstützen Stadtwerke Rödental

Pressemitteilung

carrierwerke unterstützen Stadtwerke Rödental als neues Mitglied der BREKO Einkaufsgemeinschaft bei der Erschließung des aktiven Internetmarkts

 

Walldorf, den 08.08.2023: Die carrierwerke GmbH unterstützt ab sofort die Stadtwerke Rödental bei der Transformation von einem reinen Netzanbieter zu einem aktiven Internetanbieter. Durch diese Zusammenarbeit werden alle Menschen und Unternehmen in Rödental von schnellem und zuverlässigem Internet, Telefonie und TV mit hochwertigem Service profitieren.

Im Bereich der Telekommunikation wurde in den vergangenen Jahren ein Glasfasernetz errichtet, und an einen anderen Anbieter verpachtet. Dies soll sich nun ändern. Mit Unterstützung der carrierwerke werden die Stadtwerke Rödental zukünftig als Internetanbieter agieren und Glasfaser-Internet aus eigener Hand anbieten. So erhalten die Bürgerinnen und Bürger in Rödental künftig neben Energie, Wärme und Wasser auch Internet, Telefonie und Fernsehen direkt von den Stadtwerken Rödental. Dadurch werden alle Dienstleistungen der Grundversorgung zukünftig aus einer Hand angeboten. Zudem ist geplant, das Glasfasernetz in Rödental in den nächsten Jahren flächendeckend auszubauen.

Nachdem die Gremien den Plänen der Stadtwerke Rödental im Mai zugestimmt hatten, erfolgte kurz darauf die Vertragsunterzeichnung der Stadtwerke Rödental und carrierwerke. Die Zusammenarbeit begonnen sie daraufhin unmittelbar. Um Kund*innen und Interessierte auf dem Laufenden zu halten, wurde umgehend eine Marketingkampagne entwickelt, welche zum 31.07.2023 startete. Diese Kampagne soll die Projektfortschritte für Kund*innen und Interessierte transparent machen, während die organisatorischen Umstellungen im Hintergrund bereits laufen.

Martin Ertl, Werkleiter der Stadtwerke Rödental, berichtet:

„Wir freuen uns sehr, dass wir mit den carrierwerken einen Partner gefunden haben, der uns ein umfassendes Leistungsspektrum bietet und uns in unserem Vorhaben vollumfänglich unterstützt.“

Dabei übernehmen die carrierwerke die technische Betreuung der Stadtwerke Rödental und unterstützen unter anderem beim Netzbetrieb und der Bereitstellung der Vorleistungsprodukte Internet und Telefonie. Darüber hinaus umfasst die Partnerschaft auch die operative Unterstützung in den Bereichen Vertrieb und Marketing. So wird sichergestellt, dass die Stadtwerke Rödental optimal von den Erfahrungen der carrierwerke profitieren und der ambitionierte Zeitplan eingehalten werden kann. Die ersten Endkunden sollen bereits Ende dieses Jahres versorgt werden.

„Schnelles Internet kommt allen zugute und sichert die Zukunftsfähigkeit und Attraktivität einer ganzen Region. Daher freut es mich umso mehr, dass die Stadtwerke Rödental mit uns als Partner nun die Versorgung entlang der gesamten Wertschöpfungskette selbst in die Hand nehmen und damit den entscheidenden Schritt Richtung Zukunft gehen.“

fasst Michael Neska, Geschäftsführer der carrierwerke, zusammen.

Durch die Mitgliedschaft der Stadtwerke Rödental in der BREKO Einkaufsgemeinschaft eG, ergeben sich für sie weitere Vorteile. So profitieren die Stadtwerke unter anderem von Sonderkonditionen bei Diensten, welche Sie von den carrierwerken als Listungspartner der BRKEO eG beziehen.

Über Stadtwerke Rödental

Die Stadtwerke Rödental und ihre Tochtergesellschaften versorgen ca. 13.500 Menschen in Rödental mit Strom, Wärme, Wasser und Elektromobilität, betreiben das Rödenbad und entsorgen das Abwasser. Die Stadtnetz Rödental ist der Internetanbieter in und um Rödental und eine 100-prozentige Tochter der Stadtwerke Rödental. Als Internetanbieter ergänzt das Stadtnetz Rödental die Stadtwerke Rödental um die Dienstleistungen Internet, TV und Telefonie.

Über carrierwerke GmbH

Die carrierwerke GmbH bietet Stadtwerken, Kommunen und Netzinhabern die gesamte Palette an Dienstleistungen an, um als Carrier und ISP nachhaltig im Telekommunikationsmarkt zu bestehen. Durch die langjährige Branchenerfahrung der handelnden Personen gehen die angebotenen Leistungen weit über die eines klassischen technischen Dienstleisters hinaus. Neben der Lieferung von Diensten und dem Betrieb des Breitbandnetzes unterstützt die carrierwerke so auch durch intelligente Softwarelösungen und umfangreiche Beratungsleistungen entlang der gesamten Wertschöpfungskette.

Hier finden Sie die Pressemitteilung als PDF!

5. Gigabit-Studie: Glasfaserausbau – große Chancen für Stadtwerke

„40,6 Millionen gigabitfähige Anschlüsse gibt es Mitte 2023 in Deutschland. (…) Dies sind 2,2 Millionen mehr als Ende 2022.“

Am 15. Juni wurde die neue 5. Gigabit-Studie 2023 veröffentlicht, welche von DIALOG CONSULT und VATM vorgestellt wurde. Die Studie basiert auf Ergebnissen einer schriftlichen Befragung der Mitgliedsunternehmen im VATM („Verband der Anbieter von Telekommunikations- und Mehrwertdiensten e.V.) im Zeitraum von März bis Mai 2023 sowie einer Auswertung von Unternehmenspublikationen und öffentlich zugänglichen Studien zu Glasfaseranschlüssen.

In diesem Blogbeitrag soll eine Brücke zu den Stadtwerken geschlagen werden, da der Glasfaserausbau eine große Chance für sie darstellt, um die digitale Infrastruktur in ihren Versorgungsgebieten zu verbessern. Denn Stadtwerke können effektiv auch zur digitalen Entwicklung ihrer Regionen beitragen.

Die in der Marktanalyse vorgestellten Daten zeigen auf, dass es derzeit in Deutschland insgesamt 40,6 Millionen gigabitfähige Anschlüsse gibt, was einen Zuwachs von 2,2 Millionen Anschlüssen im Vergleich zum Vorjahr bedeutet. Insgesamt werden Ende Juni 32,4 Millionen Haushalte mit gigabitfähigen Anschlüssen versorgbar sein, was mehr als 71 Prozent entspricht. Der Ausbau der gigabitfähigen HFC-Netze spielt dabei eine entscheidende Rolle für die gute Versorgungsquote.

37 Prozent der Gigabit-Anschlüsse sind Glasfaseranschlüsse

Das HFC-Netz wurde laut Datenlage weitgehend auf den Gigabit-Standard DOCSIS 3.1 aufgerüstet. Der Glasfaserausbau, insbesondere im ländlichen Raum, nimmt ebenfalls zu. Bis Ende Juni 2023 wird die Anzahl der FTTB/H-Anschlüsse um 16,2 Prozent auf 15,1 Millionen Anschlüsse steigen.

Die Studie betont, dass in der politischen Diskussion zwischen Ausbauzahlen und tatsächlicher Versorgung differenziert werden sollte. Denn von den neugebauten Anschlüssen tragen nur etwas über eine Million wirklich zur Verbesserung der Bevölkerungsversorgung bei. Die Zahlen der Erhebung zeigen, dass das Erreichen der Glasfaser-Ausbauziele der Bundesregierung bis 2025 und 2030 keine Selbstverständlichkeit ist.

Der Großteil, 84 Prozent, der gigabitfähigen Anschlüsse wird von Wettbewerbern angeboten, während die Telekom im DSL-Markt Marktanteile gewinnen konnte. Die Nachfrage nach hochbitratigen Anschlüssen und Gigabit-Bandbreiten steigt weiter an. Die Studie hebt die Bedeutung einer besseren Förderpriorisierung und einer sinnvollen Verknüpfung von eigenwirtschaftlichem und gefördertem Ausbau hervor. Eine Herausforderung besteht auch in der Abschaltung der Kupfernetze und der Steigerung der Take-up-Rate, damit der Netzausbau rentabel ist.

Hohe Bandbreiten – Hohe Nachfrage

Die Nachfrage nach Datenvolumen und hochbitratigen Anschlüssen steigt weiter an. Im ersten Halbjahr ist das pro Anschluss und Monat erzeugte Datenvolumen um gut 7 Prozent gewachsen und beträgt durchschnittlich 411 Gigabyte. Fast die Hälfte der Kunden fragt nach Bandbreiten von 250 Mbit/s und höher. Gigabit-Bandbreiten sind besonders attraktiv für Kunden.

 „Gerade auch das Produkt „Gigabit-Bandbreite“ ist offensichtlich „sexy“ und übt einen besonderen Reiz auf Kunden aus“, erwähnt Andreas Walter, der Geschäftsführer der Dialog Consult GmbH ist.

Die Verbraucherpreise für einen Gigabit-Anschluss liegen monatlich bei durchschnittlich 56,46 Euro mit Anfangsrabatten und 68,77 Euro ohne Rabatte. Im Geschäftskundenmarkt wollen zwei Drittel der Kunden Bandbreiten von 250 Mbit/s und mehr, und über ein Drittel fordert Bandbreiten von 500 Mbit/s und höher.

Der VATM-Geschäftsführer Dr. Frederic Ufer betont, dass der Glasfaser-Ausbau vorangetrieben wird, aber die politischen Rahmenbedingungen stimmen müssen, damit Investoren weiterhin investieren. Er fordert eine bessere Wettbewerbssituation, um die Telekom-Konkurrenz zu ermöglichen, und eine Reduzierung des strategischen Überbaus. Die Gefahr eines unvollständigen flächendeckenden Ausbaus besteht auch durch das neue Förderkonzept der Bundesregierung.

Prognosen

Unter den aktuellen Bedingungen stellt die Studie folgende Prognosen bis Ende 2023 vor:

  • „Die Zahl der Gigabit-Anschlüsse in Deutschland wird Ende 2023 bei etwa 42–43 Millionen liegen – Damit werden Ende des Jahres 2023 etwa 74 Prozent der Haushalte und KMU mit einem Gigabit-Anschluss versorgt sein

  • Die Zahl der FTTB/H-Anschlüsse in Deutschland wird Ende 2023 die 17-Millionen-Schwelle erreichen – 37 Prozent der privaten Haushalte und KMU können dann einen FTTB/H-Anschluss nutzen

  • Nur bei anhaltend hohen Investitionen in den FTTB/H-Ausbau in Verbindung mit einer Vermeidung eines „GlasfaserÜberbaus“ kann das am 17.03.2022 formulierte Ziel der Gigabit-Strategie des BMDV, bis Ende 2025 eine FTTB/HVersorgungsquote von mindestens 50 Prozent zu erreichen, erfüllt werden

  • Die Europäische Kommission schlägt am 23.02.2023 im Rahmen ihres Programms „EU Gigabit Infrastructure Act“vor, allen Haushalten bis 2030 eine Gigabit-Anbindung zu ermöglichen – Um den verbleibenden 29 Prozent der deutschen Haushalte (= 13,2 Mio. Haushalte/KMU) in den kommenden sieben Jahren einen Gigabit-Anschluss zu ermöglichen, sind intelligente Maßnahmen erforderlich, damit die Infrastrukturinvestitionen sinnvoll eingesetzt werden“

Die ganze 5. Gigabit-Studie können Sie auf der Website des VATM nachlesen.

Glasfaserausbau – eine große Chance für Stadtwerke

Die vorliegende Marktanalyse zur Gigabit-Versorgung in Deutschland liefert wichtige Erkenntnisse für Stadtwerke, die am Ausbau und der Bereitstellung von Hochgeschwindigkeitsinternet interessiert sind. Denn Anforderungen und Nachfrage steigen. Jetzt ist der Zeitpunkt günstig, als Stadtwerke selbst einzusteigen.

Die Ergebnisse der Studie zeigen auf, dass der Glasfaserausbau vor allem in ländlichen Gebieten vorangetrieben wird, wo keine anderen gigabitfähigen Netze verfügbar sind. Dies verdeutlicht die Chance für Stadtwerke, in diesen Regionen als wichtige Akteure aufzutreten und die Versorgungslücke zu schließen.

Darüber hinaus wird deutlich, dass die Nachfrage nach Gigabit-Anschlüssen stetig steigt, insbesondere bei privaten und geschäftlichen Kunden. Dies bietet Stadtwerken die Möglichkeit, attraktive Angebote mit hohen Bandbreiten zu entwickeln und somit den Bedürfnissen der Nutzer gerecht zu werden.

Ein weiterer wichtiger Aspekt ist die Zusammenarbeit mit anderen Anbietern und die Förderung von Open Access. Durch eine effiziente Nutzung der Netze und Kooperationsprojekte können Stadtwerke ihre Kapazitäten optimal auslasten und die Kosten für den Ausbau reduzieren.

Durch eine strategische Herangehensweise, die Berücksichtigung der Marktanforderungen und die Zusammenarbeit mit anderen Playern können Stadtwerke eine führende Rolle bei der Bereitstellung von Gigabit-Internet übernehmen und somit zur digitalen Entwicklung ihrer Regionen beitragen und die digitale Infrastruktur in den Versorgungsgebieten deutlich verbessern.

Gemeinsam können wir unsere Städte und Gemeinden zu Smart Cities von morgen machen! Wie das ablaufen kann, zeigen wir in unserem Blogbeitrag „Chancen ergreifen und Internetanbieter werden“. 

Let’s do it!

Das war die ANGA COM 23!

Die carrierwerke waren in diesem Jahr zum zweiten Mal mit einem eigenen Messestand auf der ANGA COM vertreten. Vom 23. bis 25. Mai waren wir in den Messehallen Köln vor Ort und hatten zahlreiche, großartige Gespräche mit vielen neuen, sowie mit vielen bekannten Gesichtern. Dieses Mal teilten wir uns den Stand mit unserem Partner pattr. Unser gemeinsamer Stand wurde dadurch zu einem gelungenen Beispiel für eine bereichernde Kooperation zwischen zwei Partnern.

Der Aufbau: Die Spannung steigt

Am Montagmorgen machten wir uns auf die Reise nach Köln. Vor Ort angekommen klärten wir letzte Fragen mit unseren Messebauern: Wo genau sollen die Monitore platziert werden? Welchen Abstand müssen die Regale haben und welche Pflanze darf wo hin? Mit viel Liebe fürs Detail erwachte der vorab geplante Messestand zum Leben. Ein schöner Moment!

Tag 1: Los geht’s!

Der Duft von frischem Kaffee lockte schon früh viele Besucher*innen an unseren Stand. Unsere Lounge mit extra Wohlfühlcharakter lud zum Verweilen ein und eignete sich ideal für längere Termine und Gespräche. Ein vollgepackter Kühlschrank von pattr, das alt bekannte Zitronen-Orangen-Minz-Wasser und der ein oder andere Snack machten die Sache komplett.

Standparty

Gemeinsam mit pattr veranstalteten wir eine Standparty. Neben Sekt, Wein und Bier stand natürlich wieder Gin Tonic zur Verfügung. Auch diesmal mit – und ohne Alkohol. Die Fläche unseres Messestands platzte aus allen Nähten, sodass auf die Gänge ausgewichen werden musste. Man kann es nicht anders sagen: Es war ein großartiges Get-together. Besser hätten wir es uns nicht wünschen können!

Tag 2: Weiter geht’s!

Voller Motivation ging es in die nächste Runde. Auch am zweiten Tag haben wir wieder einige neue Besucher*innen begrüßen dürfen. Außerdem konnten wir zwischendurch selbst über die Messe schlendern, neue Eindrücke sammeln und uns mit Partnern austauschen.

 

Nach der Messe ist vor der Fibernight!

Der zweite Abend wurde zur besonderen Ehre, denn wir waren Sponsor der legendären Fibernight. Der Ruf dieser lang ersehnten Veranstaltung wurde bestätigt: Es war einfach großartig! Zum Bestaunen gab es viel, viel, viel: Neon, Rollschuhe und die echten(!) Vengaboys legten einen eindrucksvollen Auftritt auf die Bühne! Grandioses Networking in ungezwungener Atmosphäre war inklusive – es war uns ein Fest!

Tag 3: Schön war’s!

Der Höhepunkt des dritten Messetages war die Auslosung der Gewinner*innen unseres Gewinnspiels. Während der ersten beiden Messetage konnten Teilnehmende ihre Visitenkarte in unsere Glücks-Box werfen. Nun wurde ausgelost und drei Gewinner*innen glücklich gemacht. Gewonnen wurde je ein Gin-Paket, bestehend aus leckerem BOAR Gin und verschiedenen Tonic-Water-Sorten. Wir hoffen es schmeckt!

Die ANGA COM 23 ist nun vorbei, wir sind an unseren Schreibtischen zurück und nehmen wieder unser Tagesgeschäft auf. Mit vielen Eindrücken im Gepäck freuen wir uns schon jetzt auf die nächsten Veranstaltungen: Sehen wir uns im September beim VKU Stadtwerke Kongress? Oder im nächsten Februar bei den Fiberdays 2024? Wir freuen uns darauf!

 

Das war das carrierwerke-Jahr 2022!

Der erste Schnee ist gefallen, unsere Adventskränze kamen bereits zum Einsatz und der herrliche Duft nach Plätzchen und Glühwein lässt unsere Vorfreude steigen. Bald ist Weihnachten – und damit geht ein wunderbares Jahr zu Ende.

Bevor wir das letzte Kalenderblatt abreißen, möchten wir noch einmal innehalten und ganz besondere Momente aus dem carrierwerke-Jahr 2022 mit Ihnen teilen.

Wir waren das erste Mal mit eigenem Stand auf der ANGA COM in Köln und bei den fiberdays in Wiesbaden. Wir hielten Webseminare, wurden zum Thema Glasfaserausbau interviewt, durften wertvolle Partnerschaften schließen und neue Kund*innen willkommen heißen. Für Termine außer Haus wurde streckenweise die Bahn unser zweites Büro und beim Aufbau unserer Messestände haben wir den ein oder anderen riskanten Handgriff einfach selbst erledigt.

Bevor wir aber zu viel verraten, machen Sie sich am besten selbst ein Bild vom carrierwerke-Jahr 2022:

Wir freuen uns schon darauf, im nächsten Jahr an unseren aktuellen Projekten weiterzuarbeiten. Für die Zwischenzeit wünschen wir Ihnen und Ihren Liebsten eine erholsame Weihnachtszeit und einen gesunden Start in das neue Jahr.

Herzliche Grüße und bis dahin
Ihr carrierwerke-Team

Internetanbindung bis in jede Wohnung!

Neue Kooperation bringt Internetanbindung bis in jede Wohnung

Rehnig, homeway und carrierwerke unterstützen Netzbetreiber mit Ende-zu-Ende-Lösung bei der Versorgung von Mehrfamilienhäusern.

Walldorf, den 21.06.2022: Die carrierwerke GmbH, die Rehnig BAK Breitbandnetze & Kabelfernsehen GmbH sowie die homeway GmbH kooperieren zukünftig, um Stadtwerke, Energieversorger und Telekommunikationsanbieter bei der Bereitstellung einer Internetanbindung bis in jede Wohnung in ihrem Versorgungsgebiet zu unterstützen.

Durch den engen Austausch der drei Unternehmen kann so eine Gesamtlösung von der Bereitstellung der Dienste wie Internet, Telefonie und Fernsehen, über den aktiven Betrieb des lokalen Verteilnetzes bis hin zur Verteilung der Signale innerhalb von Mehrparteienhäusern angeboten werden.

Dies ist vor allem für Stadtwerke und Energieversorger interessant, die aktuell oder in naher Zukunft eine eigene Glasfaserinfrastruktur besitzen und in deren Versorgungsgebiet auch Mehrfamilienhäuser und deren Bewohner*innen an das schnelle Netz angeschlossen werden sollen. Da dies in den meisten Fällen sehr aufwändig und komplex werden kann, bündeln die drei Unternehmen ihr Know-how, um eine optimale Versorgung ihrer Kundschaft entlang der gesamten Wertschöpfungskette sicherzustellen.

Grundlage bildet dabei das passive Glasfasernetz des Netzinhabers. Damit Signale über dieses lokale Verteilnetz, der sogenannten Netzebene 3, bis zu jedem Gebäude verteilt werden können, unterstützen die carrierwerke die Kunden zunächst beim aktiven Betrieb. Neben der Auswahl, Konfiguration und Implementierung der entsprechenden Hardwarekomponenten zählt hierzu auch die spätere Überwachung und Betreuung rund um die Uhr.

Entscheidet sich der Netzinhaber dazu, auch eigene Internettarife anzubieten, dann können die carrierwerke auch hier unterstützen. Neben der Bereitstellung von Internet, Telefonie und Fernsehen umfasst dies auch Softwarelösungen für skalierbare und automatisierte Prozesse sowie Workshops und Schulungen der Mitarbeiter*innen, um eine bestmögliche Vermarktung des Netzes sicherzustellen.

Für den Vertriebserfolg eines Glasfaserprojektes ist jedoch auch die Versorgung der Mehrfamilienhäuser im Versorgungsgebiet ein wichtiger Bestandteil. Dies betrifft sowohl kleine bis mittelgroße Objekte aus Privateigentum, Eigentümergemeinschaften als auch große Gebäudekomplexe und Wohnungswirtschaften.

„Hier ist die optimale Ausstattung der Netzebene 4, also des Verteilnetzes innerhalb eines Gebäudes, unerlässlich”,

erklärt Katja Waldmann, Sales Managerin bei Rehnig.

“Hierzu müssen unter anderem Absprachen mit den Eigentümern der Mehrfamilienhäuser getroffen, die Umsetzung organisiert und die Mieter proaktiv über eventuelle bauliche Maßnahmen aufgeklärt werden. Dies ist teilweise sehr komplex und kann viele Ressourcen binden. Wir als Rehnig können hier die gesamte Projektumsetzung übernehmen und dem Kunden diesen Aufwand ersparen.”

Dabei übernimmt Rehnig nicht nur den Bau und die Abstimmungen im Vorfeld, sondern kümmert sich auch um den Betrieb und die Überwachung der Netzebene 4 im Anschluss.

Damit das Gebäudenetz auch für die Zukunft gerüstet ist, setzt Rehnig unter anderem das System von homeway ein.

„Das innovative homeway System kombiniert vier Verkabelungssysteme zu einem Inhausnetz. Dadurch muss eine Bauleitung beispielsweise lediglich entscheiden, in welchen Räumen Multimediaanschlüsse vorgesehen sind“,

erklärt Andreas Bätz-Hammer, Leiter Geschäftsentwicklung und Kooperationen bei homeway. So sind auch künftige Anpassungen der Netzebene 4 ohne bauliche Eingriffe möglich und es kann flexibel auf die individuellen Gegebenheiten eines jeden Gebäudes Rücksicht genommen werden.

 

„Durch die Partnerschaft von Rehnig, homeway und den carrierwerken haben unsere Kundinnen und Kunden die Möglichkeit, sich komplett auf den Bau und die Vermarktung ihrer Verteilnetze zu fokussieren. Gleichzeitig ist sichergestellt, dass diese eine hochwertige und zuverlässige Ende-zu-Ende Internetversorgung für Ihre Endkund*innen erhalten, da jeder Partner seine Kernkompetenzen in die Partnerschaft einbringt“,

so Daniel Röcker, Prokurist bei den carrierwerken.

 

„Die bereits im Vorfeld abgestimmten Verantwortlichkeiten zwischen unseren Häusern machen die teilweise sehr komplexe Versorgung der Endkund*innen in Mehrfamilienhäusern so einfach wie nie zuvor“,

fasst Waldmann zusammen.

Rehnig BAK Breitbandnetze & Kabelfernsehen GmbH

Seit bereits über 50 Jahren steht der Name Rehnig für Leistung, Innovation und Zuverlässigkeit in der Errichtung und dem Betrieb von Netzinfrastrukturlösungen zur Multimediaversorgung. Vor allem Netzinhaber wie Stadtwerke, profitieren von unserer langjährigen Erfahrung mit der gewerblichen Wohnungswirtschaft und finden in uns den passenden Partner zur Realisierung der Netzebene 4.

homeway GmbH

Die homeway GmbH – gegründet 2002 – ist ein deutscher Hersteller und Entwickler von Multimedia-Inhausnetzen für Wohnimmobilien. Innovationskraft, technisches Know-how und Qualität made in Germany sind die Basis unserer Arbeit. Wir schaffen Produkte, die sich durch Zukunftssicherheit, Wirtschaftlichkeit, ökologische Verträglichkeit und nicht zuletzt durch ihren Lifestyle-Charakter auszeichnen. Auch deshalb zählen wir als Marktführer viele namhafte Fertighaushersteller, Bauträger, Elektroinstallationsfirmen sowie innovative Elektroplaner zu unseren Kunden und Partnern.

carrierwerke GmbH

Die carrierwerke GmbH bietet Stadtwerken, Kommunen und Netzinhabern die gesamte Palette an Dienstleistungen an, um als Carrier und ISP nachhaltig im Telekommunikationsmarkt bestehen zu können. Durch die langjährige Branchenerfahrung der handelnden Personen gehen die angebotenen Leistungen weit über die eines klassischen technischen Dienstleisters hinaus. Neben der Lieferung von Diensten und dem Betrieb des Breitbandnetzes unterstützt die carrierwerke so auch durch intelligente Softwarelösungen und umfangreiche Beratungsleistungen entlang der gesamten Wertschöpfungskette.

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